Wie kann ich 11jährigen Kindern die Angst vor Mißerfolgen und Fehlern nehmen?

4 Antworten

Mein Sohn hatte auch so ähnliche Sache stell so viele Hütchen wie nur möglich auf und sie sollen sie durchtribbeln

Das ist so eine Sache für sich, da gerade im Turnier das erste Spiel immer von Bedeutung ist. Siegt die Manschaft hier geht man wirklich gestärkt und mutig in die nächsten Begegnungen. Wird das erste Spiel vergeigt, so kommen nicht nur Zweifel sondern auch Unsicherheit auf. Hier kannst du nur behutsamn auf die Jungs einreden, sie versuchen zu stärken und ihnen klar zu machen, das selbst bei einem ersten vergeigten Spiel noch vieles möglich ist. Das was die Jungs im Training können, können sie auch im Spiel. Das sollten sie sich immer vor Augen halten und zu guter letzt sollten sie gerade in dem Alter einfach Spaß und Freude beim Spiel haben.

Ich denke eine gute Möglichkeit ist, den Kids klar zu machen, dass es im sportlichen Vergleich immer zwei, nein drei Möglichkeiten gibt. Einen Sieg, eine Niederlage und ein Unentschieden. Dies ist bei Beginn des Turniers für alle Mannschaften die gleiche Grundlage. Selbst einer Niederlage kann eine sehr gute sportliche Leistung vorausgegangen sein und umgekehrt kann eine mäßige Leistung zu einem Sieg führen. Den Jungs am besten klar machen, dass nicht das Ergebnis im Vordergrund steht, sondern dass das "Bemühen" eines jeden Einzelnen die Voraussetzung für eine gute Mannschaftsleistung ist. Dazu ist es notwendig, dass du als Trainer dieses Bemühen bemerkst ( auch das des schwächsten Teammitgliedes), selbst wenn Fehler passieren. Fehler kann man korrigieren. Das Bemühen mit Lob und Anerkennung verstärken. Im verhaltenstherapeutischen Ansatz heißt es für einmal Kritik bzw. Schimpfe muss im Gegenzug vier mal gelobt werden. Sonst treten die Selbstzweifel und damit Unsicherheiten auf. Das bedeutet für dich als Trainer, dein Augenmerk hauptsächlich auf das Positive bzw. auf das erwünschte Verhalten richten und dieses sobald es auftritt mit Lob verstärken. Das wird auch ale anderen anspornen, denn Lob hört jeder gern, nicht nur die Kinder. Das motiviert besser, als jede Kritik.

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