Wie ist der Rheinsteig so und was sollte man beachten?

1 Antwort

Bin den Rheinsteig im Mai dieses Jahres ein Stück gewandert, und zwar von Koblenz bis zur Loreley - das schafft man so in 3-4 Tagen, wir sind jeden Tag so um die 20 km marschiert. Landschaftlich ist diese Etappe sehr schön und abwechslungsreich - viele Burgen, in ausgesetzten Passagen ein toller Blick auf den Rhein - und überlaufen war das Ganze (im Mai zumindest) auch nicht. Südlich der Loreley in Richtung Mainz/Wiesbaden geht es dann vermehrt auch durch Weinbaugebiete - d.h. dort kann man dann auch mal schön auf einen Schoppen einkehren.
Zu den Anforderungen: Eine gute Grundkondition sollte man auf jeden Fall mitbringen, da es eigentlich ständig auf und ab geht. Man wandert ja nicht einen durchgängigen Höhenzug ab, sondern muss mehrmals täglich in Bachtäler und Senken ab- und dann die nächste Hügelkette wieder aufsteigen. Obwohl man hier also keine alpinen Distanzen zu überwinden hat, summieren sich die Höhenmeter damit doch ganz schön auf. Gerade Übernachtungsmöglichkeiten findet man i.d.R. nur unten am Fluss, d.h. man marschiert den nächsten Morgen mehr oder weniger die Höhenmeter wieder auf, die man am Vorabend runtergewandert ist.
Zum Laufen genügen normale Wanderstiefel; Turnschuhe tun's zur Not auch, da man eigentlich meist auf gut gepflegten und deutlich ausgeschilderten Wald- und Wiesenwegen läuft; das Gelände wird nur sehr selten grob oder felsig. Ansonsten das übliche: ein bequemer Rucksack und Regenklamotten; Wanderstöcke hatten wir zwar dabei, haben sie aber kein einziges Mal benutzt.

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