Wie hoch sollte die Wassersäule von wasserdichten Jacken sein?

2 Antworten

Ich habe dazu schon einmal einen ausführlichen Tipp geschrieben:


Wer glaubt, dass jedes wasserdichtes Material auch tatsächlich absolut kein Wasser durchlässt, der täuscht sich leider. Denn es gibt unterschiedliche Qualitäten der Wasserdichtheit, eine absolute Wasserdichtheit in Kombination mit Atmungsaktivität gibt es auch nicht. Natürlich kann man auch absolut wasserdichte Materialien fertigen, diese sind aber dann auch nicht mehr atmungsaktiv.

Bessere atmungsaktive Membranen (das eingenähte Material in den Bekleidungsstücken) bieten je nach Modell 2.500 bis 4.500 mm Wassersäule und erfüllen damit locker die Norm der Wasserdichtheit, nämlich mehr als 1.500 mm Wassersäule.

Die Wassersäule gibt also an, ab welchen Wasserstand in einer Säule auf einer Standfläche von zehn Quadratmetern Wasser durch die Membran dringt. Das heißt, bei einer Wassersäule von 1.500 mm, ist der Druck des Wassers bei 1.500 mm so hoch, dass es durch die die Jacke dringt. Die Wassersäule gibt also den Wasserdruck an, dem die Membran stand halten kann.

Hier kann man also ableiten, dass die Membran hochwertiger ist, je größer der Wert der Wassersäule ist. Die von mir anfangs genannten Membran-Produkte liegen mit ihren Werten deutlich höher.

Da es bei stärkeren Regenschauern durchaus höhere Drücke entstehen können als bei der Mindestvoraussetzung 1.500 mm, kann auch durch eine als wasserdicht deklarierte Jacke Wasser dringen. Werte ab 2.500 mm reichen aber völlig aus, um eine längere Zeit im strömenden Regen trocken zu bleiben. An stürmenden Tagen mit peitschendem Regen kann aber auch durch solche Materialien Wasser durchdringen, daher gibt es auch Membranen mit höheren Wassersäulen-Werten.

Wer sicher gehen möchte, sollte also eine höhere Wassersäule wählen. Bei guten Modellen gibt es ein entsprechendes Datenblatt, bei einigen steht das sogar auf dem Etikett. Ansonsten kann ein guter Händler Auskunft darüber geben.

Wichtig ist auch, dass die Nähte verschweißt sind, da hier auch Wasser durchdringen kann, unabhängig vom Wassersäulen-Wert der Membran. Diese Schweißbänder sind bei vielen Bekleidungsstücken von innen sichtbar. Ansonsten kann man sie auf jeden Fall fühlen, sie sind etwa 1,5 bis zwei Zentimeter breit und auf die Membran geschweißt. Bei Markenmembranen wie Gore-Tex, Sympatex oder Texapore (Jack Wolfskin) gehören verschweißte Nähte zum System und sind daher auf jeden Fall vorhanden.

In der Regel gilt, dass der Preis für das Bekleidungsstück mit der Höhe der Wassersäule steigt. Denn die Herausforderung für die Hersteller ist es, dennoch die Atmungsaktivität zu gewährleisten. Und je höher die Wassersäule, desto aufwändiger.

Im Bild siehst Du ein Etikett mit den entsprechenden Angaben zur Wasserdichtheit und Atmungsaktivität.

Also die Wassersäule spielt schon eine Rolle. Ich denke eine Wassersäule von 10 000 mm sollte man schon haben. Es geht so viel ich weiß bis 50 000 mm. Ob man das aber wirkklich braucht weiß ich nicht. Wichtig ist auch noch, dass die Nähte verschweist sind, dass dort kein Wasser durchdringen kann. Wenn es aber richtig Regnet(aus Kübeln schüttet) ist es immer schwer ganz trocken zu bleiben. Außerdem verliert eine Jacke irgendwann ihren Schutz. Impregnieren ist dann angesagt, aber auch das hilft irgendwann nicht mehr.

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