Wie groß ist die Leistungssteigerung beim Weitspringen in 2000 Meter Höhe?

2 Antworten

Du willst ja in deiner Frage nicht etwas von der Wirkung des Höhentrainings wissen, sondern etwas über die Abhängigkeit der Weitsprungleistung von der geringeren Schwerkraft und des geringeren Luftwiderstandes in 2000m Höhe. Legt man die physikalischen Wurfgesetze zugrunde, dann kannst du in 2000m Höhe auf Grund der geringeren Schwerkraft bei gleicher Anlaufgeschwindigkeit und gleicher Absprungkraft etwa 2,6% weiter springen. Der geringere Luftwiderstand wird bei der relative niedrigen Anlaufgeschwindigkeit kaum eine Rolle spielen. Das würde eher bei Speer- und Diskuswurf und beim Langstreckenlauf der Fall sein. Die Rekordflut bei den olympischen Spielen in Mexiko ist eher darauf zurückzuführen, dass das Material der gesamten Erdkruste dort besonders porös sein soll und deshalb dort die Erdanziehung deutlich geringer ist als in anderen Orten in 2300m Höhe. Genauere Werte müsste ich aber erst recherchieren.

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Die Leistungssteigerung durch ein Höhentraining kommt nicht dadurch zustande, das die dünne Lüft weniger Widerstand bietet und du daduch schneller wirst, sondern dadurch das der Körper auf die dünne Luft mit einer Vermehrung der roten Blutkörperchen reagiert. Da die roten Blutkörperchen die Sauerstoffträger in deinem Körper sind, steht der Muskulatur mehr Sauerstoff zur Verfügung, was dann zu einer Leistungsverbesserung führt. Das aber auch nur wenn du einige Zeit in der Höhenlage trainierst und der Körper sich anpassen kann. Ich denk das sich dies beim Weitsprung nicht großartig bemerkbar macht. Allein der Anlauf ist zu kurz um hier einen großen Geschindigkeitsvorteil zu erzielen, der dich dann nach dem Absprung weiter befördern könnte. Von der Erdanziehungskraft ganz zu schweigen, denn die ist in Mexiko auch gegeben.

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