Wie gleicht ihr die Verkürzung durch Krafttraining aus?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Es ist völlig richtig, wie sportella schreibt: Durch Krafttraining werden die Muskeln nicht kürzer! Da du durch ein Hypertrophietraining aber die Anzahl der parallel in einem Muskel angeordneten kontraktilen Filamente erhöhst, diese aber – auch im ruhenden Zustand - über eine elastische Spannung (=Ruhespannung) verfügen, nimmt bei Hypertrophie die Ruhespannung des gesamten Muskels zu, wie bei einem Expander, dem du einen weiteren Gummizug zufügst. Dieser Anstieg der Ruhespannung hat mit Muskelverkürzung rein gar nichts zu tun. Du kannst die Ruhespannung durch Dehnen nicht verringern. Natürlich solltest du auch die jeweiligen Gegenspieler trainieren, damit sich hier auch die Ruhespannung erhöht und sich die Ruhespannungen dann die Waage halten können. Muskelverkürzungen erhält man dann, wenn man einen Muskel zwingt, ständig in einer entdehnten Situation tätig zu sein. Wenn du also ausschließlich Rad fährst und dich so gut wie gar nicht mehr im aufrechten Stand bewegen würdest, könnten sich die Hüftbeuger (Lendendarmbeinmuskel) in der Tat verkürzen; ähnlich wie die Befunde eines kürzlich durchgeführten wissenschaftlichen Tests eine Verkürzung der Wadenmuskeln bei ständigem Stöckelschuhtragen vermuten lassen. Auch hier hilft Dehnen nicht, sondern nur häufiges Agieren der betroffenen Muskeln in gedehnter Situation (trotz Buchtipp....).

Ergänzung: Die erhöhte Ruhespannung eines hypertrophierten Muskels kann mit einem erhöhten Spannungsgefühl verbunden sein. Dies mag der Grund sein, das Betroffene voreilig verkünden, der Muskel sei verkürzt. Aber durch Gefühle (und auch nicht durch lange Erfahrung im Kraftsport oder worin auch immer) kann man eine Muskelverkürzung nicht feststellen. Dazu bedarf es aufwändiger Apparaturen, die die Verkürzung der Muskelfasern entweder morphologisch oder funktional messen.

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@wiprodo

Das ist nicht richtig. Anfangs, wenn die Muskelmasse sich noch in Grenzen hällt, hällt sich auch die verkürzung in Grenzen. Aber dann gibt es auch die massigen Typen die nicht dehnen - die können noch nicht Mal den Arm richtig gerade ausstrecken, geschweige denn sich mit der Hand in den Nacken fassen. Mit Dehnen ist das alles kein Problem.

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@badboybike

Was soll hier nicht richtig sein? Falsch ist es in jedem Fall, zwischen Dehnen und Muskelverkürzung einen Zusammenhang herzustellen.

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@badboybike

sich am rücken kratzen können, ist eine frage der beweglichkeit, also des gelenks und nicht der muskeln

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Ein Ausgleich ist unbedingt zu empfehlen: z.B. Schwimmen, Pilates, Stretching-Kurs, Gymnastik. Ich selbst dehne mich gerne zuhause 2-3mal wöchentlich ca. 45-60 Minuten (aufwärmen, danach von oben bis unten - Kopf bzw. Nacken, Schulterpartie, Arme, Hüfte, Beine, Füße und Zehen). Danach fühle ich mich pudelwohl... :)

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