Wie gestaltet man als Amateur einen Langstreckenlauf?

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Wie gestaltet man als Amateur einen Langstreckenlauf? gefragt von labello vor ca. 9 Stunden

Meine jetzt so Distanzen ab 10000 Meter. Profis spielen ja richtig mit dem Tempo und wechslen ständig. Macht man das als Amateur bei einem Rennen auch? Hat das primär den Sinn, seiner Kontrahenten mürbe zu laufen oder auch einen körperinternen Sinn?

Ich unterscheide durch deine Fragestellung Rennen und Training. Im Training kannst du mit dem Tempo "spielen", natürlich am besten auf Grundlage eines Trainingsplans; das hat einen körperinternen Sinn, da man durch gelegentliche Tempoeinlagen Kraft steigert. Mache die schnelleren Phasen in der Mitte des Tranings-das gilt so grundsätzlich.

Im Rennen kannst du dann, je nach Traninigszustand, dein Tempo auch variieren; aber glaub mir, normalerweise gilt in Rennen "alles geben". Wenn du "supergut" bist, dann kannst du freiwillig variieren, wenn du nur in der Rolle des ambitionierten Hobbyläufer startest. Jedoch gibt es auch untrainierte Läufer, die unfreiwillig manchmal sehr schnell, dann jedoch wieder langsamer laufen müssen. Kann mir vorstellen, dass ein "Profi" seine Kraft in z.B. einem Volkslauf nicht so sehr verausgaben will, wenn er in 5 Tagen noch eine Deutsche Meisterschaft o.Ä. zu laufen hat. Dann ist es für ihn sinnvoller, nicht "alles" zu geben, sondern "das allermeiste" und zwischen der Extremen zu pendeln...

Meine Meinung - was meint ihr?

:)

Als Amateur musst Du nicht unbedingt im Wettkampf mit dem Tempo spielen. Das bringt eh nichts und kostet zuviel Kraft. Versuche lieber ein Trainingsplan aufzustellen, indem Du unterschiedliche Laufeinheiten in der Woche absolvierst, z.B. Mo 10 km Dauerlauf GA2, Mi Tempolauf 5 km GA3, Fr Ausdauerlauf GA1-2 20-25 km, So Tempowechsellauf 10 km - du fängst mit dem langsamen Tempo an und steigerst Dich nach jedem km. Davor leichtes einlaufen (warmup ca.2 km) und nach der letzten Temposteigerung cooldown (auslaufen ca. 3 km). Wettkämpfe dann einfach konstant laufen bzw. am Anfang etwas langsamer und sich nach und nach steigern. Dann hast Du wesentlich mehr Erfolg.

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