Wie genau funktioniert eine SPV-Dämpfung bei MTB-Federgabeln?

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1 Antwort

Das System soll in der Lage sein, zwischen Wippbewegungen des Fahrers und Unebenheiten zu unterscheiden.

Wippbewegungen des Fahrers können bei herkömmlichen Dämpfungssystemen dazu führen, dass ein Teil der Trittenergie über den unbeabsichtigten Antrieb des Dämpfungselementes verloren geht.

Um das zu verhindern, gibt es üblicherweise zwei Wege: der eine ist die Integration eines "Lock Outs", das heißt, die Federelemente können manuell durch einen Hebel starr geschaltet werden, zum Beispiel auf glatten Straßen. Somit ist die Federung außer Betrieb.

Mittlerweile gibt es auch den Weg über eine Art "intelligenter" Dämpfer. Hersteller Manitou bezeichnet sie als SPV-Dämpfung (Stable Platform Valve), bei Rock Shox heißt die Funktion MCD (Motion Control Damping). Hier entscheidet ein spezielles Ventil darüber, ob der Dämpfer ausgelöst werden soll oder nicht.

Bei normalen Wippbewegungen des Fahrers reicht die Energie nicht aus, somit fließt nur sehr wenig oder kein Öl durch das Ventil und der der Dämpfer bleibt starr, die Trittenergie geht ohne Verlust in den Antrieb. Bei Unebenheiten ist dagegen der auf das Ventil wirkende Stoß wesentlich stärker, das Ventil lässt das Dämpferöl durch, somit tritt die Dämpfung in Aktion.

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