Wie genau funktioniert der Fettstoffwechsel? In Verbindung mit Krafttraining?

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4 Antworten

für den Körper ist es leichter, für die benötigten Alltags- und Kraftmomente die Energie aus KH zu nutzen, denn es wird wesentlich weniger Sauerstoff dabei verbraucht (schon an der Strukturformel kann man erkennen, dass KH mehr Sauerstoff besitzt als Fette) und die Energie wird schneller bereit gestellt. Deswegen werden bei den genannten Bewegungen bevorzugt KH verwendet. Natürlich werden auch Fette verwendet, doch bleibt dies vorerst anteilmäßig im kleineren Bereich. Da die KH-Vorräte im Muskel, Blut und Leber nur für verhältnismäßig kurze Zeit reichen (z.B. nach ca. 90 Minuten Radfahren im oberen GA2-Bereich wird es damit eng) und falls weiter ein Bedarf besteht, der über die Nachproduktion hinausgeht, muss die Belastung heruntergefahren werden, die Sauerstoffaufnahme erhöht werden und anteilmäßig mehr Fette herangezogen werden.

Die Fähigkeit dazu trainiert man mit dem sog. Fettstoffwechseltraining, nicht die Priorisierung der Fettverbrennung vor der KH-Nutzung! Dass also der Körper zusehends in die Lage versetzt wird, nach weitestgehender Entleerung der KH-Vorräte noch weiter eine Leistung zu erbringen. Bei diesbezüglich untrainierten ist nämlich mit Ende der KH-Vorräte auch Ende mit der sportlichen Leistung.

Wenn du nun zum Krafttraining ins Studio gehst, würde der Körper unökonomisch handeln, die Energie für deine Kraftanstrengungen hauptsächlich aus Fetten zur Verfügung zu stellen, die Energiegewinnung wäre zu langsam und würde zu viel Sauerstoff verbrauchen. Es ist schon optimal natürlicherseits so angelegt, dass der Körper diejenige Energiequelle nutzt, die für den betreffenden Zweck am günstigsten ist. Du nimmst also beim Krafttraining nicht deshalb mehr an Körperfett ab, weil du den Fettstoffwechsel mit lange andauernden TEs an einen optimalen Fettstoffwechsel gewöhnt hast.

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Ein Fettstoffwechseltraining und/oder Nüchterntraining sind eine Spezialform des Ausdauertrainings. Es ist vorallem dann angezeigt, wenn ein Sportler sich auf einen Langdistanz-Wettkampf vorbereitet. Es macht aber nur Sinn, wenn sich dieses über Stunden bei geringer Intensität (70% HF max) hinzieht.

In der Vorbereitung auf den Vasalauf (90 km) habe ich einige Male solche Fettstoffwechseltrainings absolviert. Diese dauerten dann 3 bis 6 Stunden.

Generell gilt: Der Körper nutzt erst die am leichtesten verfügbaren Energieträger und das sind die Kohlenhydrate. Wenn der Vorrat erschöpft ist, wird der Fettstoffwechsel zur Energiebereitstellung genutzt. Je mehr Kohlenhydrate man isst, desto länger dauert es, bis der Fettstoffwechsel effektiv beansprucht wird.

Damit verbrennst Du beim Krafttraining zuerst Kohlenhydrate und es ist fraglich, ob Du mit der Dauer Deines Krafttrainings und der Intensität überhaupt in den angestrebten Bereich des intensiveren Fettstoffwechsels kommen wirst. Am ehesten wäre das am Morgen der Fall, wenn Du ohne zu frühstücken zum Training gehst (Nüchterntraining).

Aber wie gesagt, in der Regel macht man solche Trainings mit Ausdauersportarten und man trainiert ohne Pause und Verpflegung (nur Wasser ist erlaubt) üner Stunden.

Heja, heja ...

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Kommentar von Artur98
25.08.2017, 15:17

Danke erstmal für die schnelle Antwort.

Also ich versteh das jetzt nicht ganz mit dem Fettstoffwechsel. Wenn ich also eine Zeit lang über Monate hinweg im Fettstoffwechselbereich laufe, kurbel ich ja natürlich diesen an. Also weiß der Körper wie er die Fette effektiver nutzen kann. Doch habe ich gelesen dass wenn man seinen Fettstoffwechsel einmal in Schuss hat, soll man seine Intensität erhöhen um eine größere negative Kalorienbilanz zu schaffen. Also nehmen wir mal an mein Ziel ist es jetzt einfach nur so viel wie möglich Fett abzubauen. Dann müsste ich ja mein Fettstoffwechsel ankurbeln und danach dann die Intensität erhöhen, z.B. durch HIIT.

Darf ich dann wenn mein Stoffwechsel umgestellt ist auch öfter HIIT pro woche machen als das eigentliche Fettstoffwechseltraining?

 

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Während eines Kraftrainings (Hypertrophie) wird ATP u.Kreatinphosphat zur Energiegewinnung (Spaltung zu energiereichen Phosphat) herangezogen u. durch mehrere Systeme generiert zB durch Glucose u.Aminosäuren (letzteres bes bei extrem Volumenreichen/intensiven Training nebst Katabolismus) via es werden direkt  keine Fettsäuren oxidiert weil anerobe Stoffwechsellage somit steht diese Energiequelle während eines KTnicht zur Verfügung.

Ein Fettstoffwechsel zu absolvieren ist langwierig und ineffizient bez. auf den Zeitaufwand, allerdings kannst du natürlich (deinem Leistungsprofil entsprechend) mehrmals die Woche joggen (aerob) gehen (beste Gesundheitsvorsorge )was widerum den Fettabbau bei bedarsgerechter Ernrährung beschleunigt,denn dort werden im Gegenstz zum KT während der Belastung u.a Fettsäuren versoffwechselt bes. dann, je besser man trainiert ist allerdings dauert das eine Weile bis der Organsimus sich umgestellt hat.

Entscheident für den Fettabbau ist eine neg. Energiebilanz, wie die Zustande kommt, ist erstmal sekundär. siehe  zB Sprinter.


schau mal hier---> http://www.dr-moosburger.at/pub/pub031.pdf

Gruss S


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Der Körper verstoffwechselt immer einen Mix aus schnellst verfügbaren KH (Blutzucker), schnell verfügbaren KH (Muskeln, Leber) und Fett. Das heisst auch jede Bewegung hilft Fett zu verbrennen. Es ist also egal ob du Krafttraining machst oder Ausdauer, ob du mit durchschnittlich 30% maxHF, 50%, 70% oder 90% trainierst. Der Anteil in diesem Mix an Fettverbrennung ist bei 70% einfach am höchsten. Aber deshalb ist es Quatsch jetzt nur noch in dem Bereich zu trainieren, einfach um immer im maximalen Bereich zu liegen. Du verbrauchst viel mehr Fett durch z.B. 2 Krafteinheiten als durch eine Ausdauereinheit im perfekten Mix. Deshalb sollte man das Training sowieso nicht so wichtig nehmen und lieber Bewegung in den Alltag integrieren.
Dreimal mit dem Velo zur Arbeit macht nämlich auch schon wieder mehr Fettverbrennung aus als 2 mal Kraft.

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