Wie funktioniert richtiges Dehnen bei Spielsportarten?

2 Antworten

@ Luis110: Es ist absolut falsch, von Filamenten Titin und Nebulin unterschiedliche "Dicke" zu erwarten. Z.B. ist ein Titinfilament ein einziges Riesenmolekül von unveränderlicher Struktur. Es spannt sich aus von der M-Linie des Sarkomers bis zur Z-Scheibe und besitzt zwischen dem Ende des Myosinfilamentes und der Z-Scheibe einen hochelastischen Abschnitt. Dieser wirkt als elastische Rückstellfeder nach Muskeldehnung, indem er das Myosinfilament wieder in Richtung Z-Scheibe zieht. Somit stellt seine Elastizität die Quelle der passiven Muskelspannung (Tonus) dar. Da das Myosinfilament auch durch Dehnung seine molekulare Struktur nicht ändert, wird es auch nicht dicker und es nimmt seine Spannung nicht ab. Sollten Muskelfasern (oder ganze Muskeln) eine unterschiedliche passive Stiffness („Federhärte“) besitzen, kann dies nur daher rühren, dass sie eine unterschiedliche Anzahl parallel geschalteter Titinfilamente besitzen. Da aber wiederum jedem Myosinfilament eine feststehende Anzahl von Titinfilamenten zugeordnet ist (je nach Spezies und Muskeltyp 3 oder 6), weist eine höhere passive Muskelspannung auf eine höhere Anzahl parallel geschalteter Myosinfilamente hin. Ergo: Durch Hypertrophie steigt die Anzahl paralleler Myosinfilamente und zwangsläufig paralleler Titinfilamente und somit auch die passive Spannung. Durch Dehnen wird passive Spannung nicht verringert, logisch, denn Dehnen führt nicht zu Hypotrophie. Und noch etwas: Auch deine Äußerungen zum Dehnungsreflex sind falsch. Aber dazu nehme ich später Stellung.

Dehnen ist eines der wichtigstens Sachen. Ich kenne keine Sportler die vorher nicht dehnen. Das wichtigste beim dehnen ist nicht überzudehnen oder auch zu wenig. Es sollte ziehen aber nicht schmerzen. Aber auch nicht zu schwach ziehen. Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen.

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