Wie bestimmt man die Belastungsgrenzen (Herzfrequenz) für bluthochdruckpatienten bei Einnahme von blutdrucksenkenden Mitteln, z.B. Beta-Blockern?

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1 Antwort

Genau so, wie man das korrekterweise bei gesunden Menschen auch macht, nämlich mit einer Ergometrie- besser mit einer Spiroergometrieuntersuchung beim Internisten/Kardiologen.

Der Hochdruck ist unter Betablockern bei richtiger Einstellung (Dosierung) auch während der Belastung normalerweise nicht mehr das Problem. Die Schwierigkeit liegt eher darin, dass die Medikamente wie ein Drehzahlbegrenzer auf die Herzfrequenz wirken und dadurch hohe Leistungsstufen erst gar nicht erreicht werden. Die aerobe und die anaerobe Schwelle rücken dadurch sehr dicht aneinander, d.h. der Pufferbereich, in dem der PH-Wert des Bluts trotz saurer Stoffwechselendprodukte durch Bildung von Laktat im Sinne einer Pufferlösung noch einigermaßen konstant gehalten werden kann, wird sehr klein.

Oder kurz gesagt, die Erschöpfung tritt ziemlich schlagartig ein. Richtig schwíerig wird es für den Diagnostiker, wenn es darum geht Trainingsempfehlungen für den Anfänger zu geben. Nach der Spiroergo kann man das zwar sehr präzise formulieren, ganz häufig sinkt aber der Blutdruck nach einigen Monaten mit regelmäßigem Ausdauertraining von alleine ab, die Medikation kann verringert werden und die Leistungsfähigkeit steigt. Daher wäre nun eine neue Spiroergo nötig, und das machen bei weitem nicht alle Krankenkassen mit.

Grundsätzlich gibt aber keine generellen Einschränkungen, individuell kann der Arzt bei besonderer Problematik aber eingeschränktes Training verordnen.

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