Welches Sicherungsgerät für einen Anfänger?

4 Antworten

Hallo, wenn einer Erwachsener das klettern lernt habe ich die besten Erfahrungen mit dem Tube gemacht. Handling ist übersichtlich und einfach,. Die Bremswirkung gut. Und sie sind für das Sportklettern uneingeschränkt einsetzbar Tubes werden von verschiedenen Herstllern angeboten - reine Geschmackssache wofür man sich entscheidet. Ich sichere seit Jahren mit einem von Black Diamond. Wichtig zum Thema sichern: man muss es richtig gezeigt bekommen. Egal mit welchem Gerät - richtiges Handling ist absolut wichtig, da geht es um Details. . Wenn man Erfahrung hat kann man immer noch auf einen Halbautomaten umsteigen, wenn der Kletterpartner mal schwere Routen lange ausbouldern möchte.

Kann Riker nur zustimmen, die Halbmastwurfsicherung sollte jeder Kletterer können. Die Tuber sind im Handling angenehmer, sind aber auch weniger tolerant gegenüber Fehlbedienungen (Bremshandposition!).

Ich sichere - je nach Seildurchmesser und Gewicht des Kletterers - entweder mit Tube oder ClickUp. Finde das ClickUp sehr gut, weil es im Handling einem Tube sehr ähnelt aber eben das Sicherheitsplus eines Halbautomaten bietet. Aber auch hier gilt: Bremshand unten!

Was aber für alle Sicherungsmethoden gilt: Von jemandem zeigen lassen der sich damit auskennt, verstehen wie das Gerät funktioniert. Und vor allem: Überlegen bei welcher Fehlbedienung das Gerät NICHT funktionieren würde.

Hey

also am anfang solltest du meiner meinung nach mit einem HMS anfangen und kannst dann später mit dem Tube sichern. Der tube ist auch besser für dein seil als der HMS. Jedoch, wie schon von einigen anderen erläutert, ist die sicherungshand umgekehrt!

Wenn Du wirklich Anfänger bist, dann beginne erst einmal das Sichern mit dem ursprünglichsten der gängigen Sicherungsgeräte, nämlich der Halbmastwurfsicherung mit dem HMS-Karabiner (Ball Lock, Belay Master oder Pull&Twist). Du bist damit - auch hier unter der Voraussetzung, Du wendest alles richtig an- mit einer der sichersten S.-methoden unterwegs und lernst dabei schon mal einen der wichtigen Knoten beim Klettern, nämlich den Halbmastwurf. Bis auf die Krangelbildung beim Seil (wenn die Stränge nicht parallel geführt werden) und einem höheren Seilverschleiß beim Ablassen gibt es bei der HMS-Sicherung eigentlich keinerlei Nachteile.

Freunde von mir, die seit gut 10 Jahren im höheren 9er Bereich Klettern verwenden diese Sicherungsmethode nach wie vor fast ausschließlich.

Noch ein Vorteil für Bergkletterer: Würdest Du eines Deiner Sicherungsgeräte durch Unachtsamkeit verlieren, könntest Du mit jedem HMS-Karabiner, den Du ja sowieso auch dabei hast, weiter sichern und Dich beispielsweise auch im Gelände abseilen. Zugegeben, wer HMS- Sichern nicht kann hat dort sowieso noch nichts verloren.

Anmerkung: Tubes haben geringere Reibungswerte als HMS, Anfängern reicht die Armkraft manchmal nicht aus, um Stürze sicher zu halten, gerade bei größeren Gewichtsunterschieden der Partner. Wenn Du ein Gefühl für unterschiedliche Kraftanforderungen bei Stürzen entwickelt hast, kannst Du den Tube noch immer für Dich entdecken.

P.S. Sehr sicherer und leicht zu erlernen sind auch neuere Geräte wie Click up oder das Smart. Aber eben erst nach der Halbmastwurfsicherung.

http://www.youtube.com/watch?v=jqhYBRqDcbY

Meiner Aussage mit den geringeren Reibungswerten möchte ich folgendes hinzufügen. Diese bezieht sich 1. auf ältere Tubes wie Reverso 1%2 und ATC) Tatsächlich haben die neueren unter den Tubes (ATX-XP, Reverso 3&4) durchaus noch höhere Bremskräfte jedoch nur, wenn diese richtig herum, wie auf den Tubes eingezeichnet, eingelegt werden. Legt man alle Tubes umgekehrt ein (Anm. Bild des Kletterers zeigt zum Sichernden) sinkt die Bremskraft dann jedoch unter HMS-Werte bis in Regionen des Abseilachters ab. Am höchsten ist die Bremskraft bei Tubes immer dann, wenn ein 2. Karabiner mit eingelegt wird. Das erschwert wiederum das Handling etwas.

Fazit: Erst HMS, dann Tuber, Smart, Click up etc.

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