Welcher Zusammenhang besteht zwischen Laktat und Kreatinphosphat?

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2 Antworten

Als kleine Ergänzung zu der ansonsten perfekten Antwort: Krafttraining soll die Kreatinphosphatspeicher auffüllen. Wenn man allerdings zu intensiv trainiert, steigt der Laktatwert, wird Kreatin verschwendet und kein Trainingseffekt erzielt. Also beim Krafttraining immer auf ausreichend Pausen und eine angemessene Dosierung achten!

Beides hat einen Zusammenhang mit anaeroben Belastungen, also Stoffwechsel ohne Einwirkung von Sauerstoff. Die anaerobe Ausdauerfähigkeit ist im wesentlichen von zwei Faktoren abhängig: von der Laktattoleranz, also der Fähigkeit der Muskulatur, unter (steigender) Laktateinwirkung weiterzuarbeiten und von der Kreatinphophatkonzentration im Muskel. Diese wird während einer aeroben Belastung aufgefüllt und bei einer anaeroben Belastung verbraucht.

Bekanntlich wird bei einer muskulären Belastung Adenosintriphosphat (ATP) in Adenosindiphosphat (ADP) umgewandelt. Bei einer anaeroben Belastung wird ADP wieder in ATP resynthetisiert und zwar unter Inanspruchnahme von Kreatinphosphat.

Die andere Möglichkeit, aus ADP wieder ATP neu zu bilden, besteht in der Spaltung von Glukose zu Laktat. Hier steigt die Laktatkonzentration mit zunehmender Intensität der anaeroben Belastung.

Der Zusammenhang zwischen Laktat und Kreatinphosphat kann also einfach hergeleitet werden: bei einer anaeroben Belastung steigt der Laktatwert, während der Kreatinphosphatanteil abnimmt.

Ein gezieltes (Intervall-)Training kann die Prozesse dahingehend verändern, dass die anaerobe Belastbarkeit des Körpers zunimmt.

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