Welcher Schritt sollte beim Tennis wann als letztes gesetzt werden?

4 Antworten

Die geschlossene Variante (li. Fuß bei VH, re. Fuß bei RH) ist die klassische Technik. Heutzutage ist die offene Stellung allerdings auch sehr weit verbreitet, vor allem bei der Vorhand. Wenn du einige Erfahrungen mit den Schlägen gesammelt hast, so wird es für dich keine große Umstellung sein, eine VH offen oder geschlossen zu schlagen. Das hängt einerseits von der Zeit ab, die du für den Schlag hast, aber andererseits auch von der Schlagrichtung (je weiter cross du spielen willst, desto offener wirst du auch stehen). Bei der Rückhand muss ich jedoch sagen, dass eindeutig die geschlossene Stellung zu bevorzugen ist, da sich sonst bei der Ausholbewegung dein Schläger und dein Körper "in die Quere" kommen können. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass eine RH aus der offenen Stellung wesentlich schwieriger zu schlagen ist als in geschlossener Stellung. Am "Speed" ändert sich bei richtiger Schlagbewegung (zu der ich hier auch Ausholen und Ausschwingen zähle) nichts auf Grund der Schlagstellung.

solange du genug zeit hast dich zum ball zu stellen würde ich die geschlossene variante, also seitlich zum ball, wählen. du kannst hier genauso viel speed erzeugen wie mit der offenen stellung. bei der seitlichen stellung ist es einfacher den richtigen abstand zum ball zu haben. außerdem ist es einfacher "durch den ball" zu gehen, also den körperschwung auf den ball zu übertragen. wenn du wenig zeit hast, oder aus der ecke(aus dem lauf) schlagen musst, ist es einfacher offen zu stehen.das bedeutet aber nur annähernd parallel zu grundlinie zu stehen.(und nicht seitlich mit dem anderen fuß vorne) wichtig dabei ist frühes ausholen(nicht zu weit) und das "rauskommen" (am besten ein abspringen nach dem schlag um dem ball genügend energie mitzugeben) mit der zeit wirst du selbst merken wann welche stellung am besten ist.

Einen ganz guten Überblick hat man, wenn man sich die biomechanischen Prinzipien im Tennis ansieht: http://iacss.org/~multi/test/sportarten/tennis/biomechanische-aspekte/biomechanische-prinzipien-im-tennis/

Wenn es um Präzision geht (z.B. einen Passierball longline oder einen Angriffsball aus dem Mittelfeld), ist die seitliche Stellung sicherlich die beste Wahl. Aber nur mit der Verwringung zwischen Ober- und Unterkörper speichere ich durch die Muskelvordehnung so viel Energie, dass ich kraftvoll und ökonomisch schlagen kann. Die offene Stellung beim Schlag weit außen ist nur auf Asche und mit reinrutschen möglich. Auf Hardcourt wird der Ball ausgelaufen, sprich beim VH-Schlag aus vollem Lauf ist das linke Bein vorn - sonst würde man umfallen...;-) Auch kürzere Bälle im Mittelfeld sollten eher seitlich geschlagen und dann durchlaufen werden. Bei allen Bällen unter Zeitnot (Return, schnelle Baselinefights) sind mit seitlicher Beinstellung kaum zu kriegen. Hier ist die Oberkörperdrehung sinnvoll. Übrigens gibt es auch bei der Rotation eine Treffstrecke, die durch das Vorbringen von Schulter und Arm in die gewünschte Schlagrichtung erzeugt wird. Das ist cross sicher leichter als longline, wird aber z.B. gut beim Inside-Out-Schlag nachvollziehbar.

stimmt genau, aber auch auf hardplatz spielt man die vorhand aus vollem lauf mit offener stellung.das geht schon. ist aber nicht sehr gelenkschonend,genau so wenig wie das rutschen auf hardcourt :-)

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