Welche Vorteile hat Barfußlaufen?

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Die Haut ist unser größtes Sinnesorgan. Die Füße werden meistens eingesperrt in Socken und Schuhe. Hautatmung, Hautstoffwechsel und Hautausscheidungen werden eingeschränkt. Barfußlaufen ermöglicht dem Fuß die unterschiedlichen Bodenbeschaffenheiten zu spüren. Auf Sand, Wiesengrund und ähnlichem Untergrund bekommen die Fußsohlen eine sanfte, auf Kies, Asphalt, Beton etc. eine weniger sanfte Massage. Das Körperempfinden wird gefördert. Die kleinen Fußmuskeln müssen mehr Stabilisierungsarbeit leisten und werden besser durchblutet und gekräftigt. Sehnen und Bänder müssen ebenfalls mehr Haltearbeit leisten und werden auch gekräftigt. Kräftige, stabile Füße fördern eine aufrechte Körperhaltung. Beim Laufen wird eher mit dem Vorfuß bis Mittelfuß aufgesetzt und die Dämpfung erfolgt verstärkt über die vorgespannte Beinmuskulatur. Was widerum die gesamte Beinmuskulatur trainiert.

Dafür kann es verschiedene Gründe geben: 1.) Die Läufer wollten einfach ihre Füsse kühlen 2.)Die Füsse werden ja in den Laufschuhen und beim Laufen einseitig belastet. Würde man das immer machen, verkümmern einige Muskeln im Fuß. Dabei sind sie sehr wichtig, tragen uns doch die Füsse tagtäglich durch das Leben. Also ist es wichtig, ihnen "Freiheit" zu geben und die gesunde Fußhaltung ohne Schuhe zu ermöglichen. Dazu kommt auch noch eine gewissen Massagewirkung bei einem ungebenen Untergrund. Es ist ja erwiesen, dass sich alle Körperregionen im Fuß abbilden lassen und durch Massage (nicht gerade durch diese Noppenschlappen) stimulieren lassen. Beim Laufen mit Schuhen kommt man meistens mit der Ferse auf. Beim Barfusslaufen geht man aber automatisch zum Vorfusslauf über. Das ist dann auch eine andere Belastung für die Wadenmuskulatur. Sich also immer mal wieder um die Füße zu kümmern, ist eine wichtige Sache, nicht nur für Läufer.

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