Welche Rolle spielt der Gegenarm bei Wurfdisziplinen?

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5 Antworten

FallsDu das gemeint hast; Beim Training, gerade bei den Grundlagen aber auch beim Techniktraining der Wurfdisziplinen trainieren wir immer auch den Spiegel, also für Rechtshänder Kugel mit links stossen oder Speer mit links werfen. Dies damit einerseits muskulären Dysbalancen entgegengewirkt wird, andererseits um sich die Technik bewusst zu machen. Denn mit seiner Schokiseite ist die Bewegung oft so eingeschliffen, dass man sich der Technik nicht mehr bewusst ist.

Der Gegenarm sollte auch trainiert werden. Einerseits dient sie zum besseren Gleichgewicht, andererseits hast du mehr Widerstand den du in Weite umsetzen kannst. Probier mal folgendes:

Versuch einen Ball, Speer oder was auch immer im Stand zu werfen, nur mit der Wurfhand. Die Weite ist egal, es kommt nur auf die Technik und die "Rückmeldung" an.

Als zweites probierst du folgenden Wurf: Den Gegenarm und die Gegenhand hälst du am Körper so gut wie es geht.

Und als drittes mach mal diesen Versuch: Nimm ein kleines Gewicht in die Gegenhand und probier im Stand zu werfen.

nochn aspekt. wenn du dich beim kugelstoßen nicht auf deinen gegenarm verlassen kannst, fixierst du diese schulterseite nicht, sondern tauchst ab. ergebnis: weniger widerlager, geringere hermeneutische weite (gemessen aber in cm)

Hallo, osterhasi, unter den Stichworten Gegenarm und Wurfdisziplin findest Du hier schon einige Einträge (google-Suchleiste, oben rechts). Vom Tennis her kommend, habe ich dieses Thema unter der Bezeichnung opposite arm action in den deutschen Sprachraum eingebracht. zumindest im Tennis wurde diese wichtige Bewegungskomponente höchst stiefmütterlich behandelt. Eine ausführliche Erläuterung sowie eine Überschlagsberechnung hierzu findest Du hier http://www.tc1913.de/Wissen/cont%20opposite%20Arm.html Im Tennis hat der berühmte Coach Nick Bollettieri empfohlen, ein Gewicht in die linke Hand zu nehmen, um den Effekt deutlicher zu spüren und dadurch den Einsatz des Gegenarmes zu optimieren. Sehr gut ist auch ein Jogginggewicht am Handgelenk des Gegenarmes geeignet. Du wirst sehen, das macht richtig Spaß!

wurststurm 24.01.2010, 22:10

Ciao Hollo, Kann es sein, dass du die Frage ganz falsch verstanden hast? Ich lesedas so, dass er fragt, ob auch Gegenbewegungen trainiert werden sollen?!

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hollo43 25.01.2010, 12:45
@wurststurm

Ja, ich bin der Meinung, dass Gegenbewegungen trainiert werden sollen! Mein Hinweis zum Zusatzgewicht am Gegenarm, um den Einfluss der Konterbewegung besser zu spüren, war im sinne einer konkreten Trainingshilfe gedacht.

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Das hatten wir doch schon x-mal! Der sinnvolle Einsatz des Gegenarms kann einen zusätzlichen Impuls geben. Beispiel: Kugelstoßen - mit einem kräftigen Zug des angewinkelten Gegenarmes beim Ausstoß ist die Drehbewegung zu vergrößern, also stößt du weiter! Bei der Technikschulung unbedingt daran denken!

hollo43 24.01.2010, 20:41

Lieber Gast, ich finde es nicht gut, wenn Frager vorwurfsvolle Antworten bekommen. Das Problem ist doch immer der hermeneutische Zirkel: erst wenn man die Antwort weiß, kann man optimal fragen. Und nur, wenn man vermutet, dass die Frage schon befriedigend behandelt wurde, sucht man nach gleichgearteten schon gestellten Fragen. Ansonsten könnte man ja gleich ins Wiki gehen, und bräuchte kein Forum, wie dieses. Neulich wurde hier ein Frager von einem (anderen?) Gast zur Schnecke gemacht, der nicht alle wichtigen individuellen Parameter zu einer Problembehandlung mitgeliefert hatte - ja, woher sollte der die denn erkennen? Nichts für ungut.

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Prince 24.01.2010, 21:21
@hollo43

du hast es auf den Punkt gebracht, hollo43. "Hermeneutischer Zirkel", Chapeau! ;-)

LG Prince

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