Welche Laufräder sind fuer einen schweren Rennradfahrer zu empfehlen?

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Bei Deinem Gewicht rate ich ausdrücklich von leichten Modellen ab, etwa mit einem Gesamtgewicht (Vorder- und Hinterrad zusammen 1.500 Gramm). Viele Varianten sind sogar vom Hersteller vom Fahrergewicht her limitiert, etwa 80 oder 90 Kilogramm.

Denn diese Modelle sind zwar aufgrund ihres geringen Gewichts leichter zu beschleunigen, sind aber im Zusammenhang mit recht schweren Fahrern recht labil. Sie können vor allem beim Antritt aber durchaus auch während der Fahrt an den Bremsen schleifen und auch insgesamt ein recht schwammiges Fahrgefühl aufgrund der im Zusammenhang mit Deinem Gewicht geringen Laufrad-Steifigkeit verursachen.

Wenn es sich um System-Laufräder handeln soll, dann würde ich Dir die sehr stabilen, aber auch etwas schwereren Basis-Modelle empfehlen, etwa von Mavic die "Aksium" oder "Ksyrium Equipe", von Campagnolo die "Khamsin" oder "Vento" oder die Shimano "WH-RS10". Diese wiegen im Set zwischen 1.750 und 2.000 Gramm.

Eher würde ich Dir aber zu klassisch eingespeichten Laufrädern raten. Hier hast Du zwar mehr Speichen als bei den meisten System-Laufrädern. Sie können aber gezielt für Dein Gewicht aufgebaut werden und durch die Vielzahl der Speichen kannst Du eine höhere Steifigkeit erreichen gegebenenfalls sogar mit einem geringerem Gewicht als ein System-Laufrad, das mit weniger Speichen schneller überfordert wäre.

Ich würde mich diesbezüglich mit Deinem Händler zusammensetzen, eine gute Nabe (passend zu den Komponenten), Speichen (etwa DT Swiss) und Felgen heraussuchen, und ein solches Laufradset individuell aufbauen. Mitunter ist diese Variante auch günstiger als beim System-Laufrad.

Nur Finger weg von Messerspeichen - ansonsten sind klassisch eingespeichte superrobust - hatte zu meinen Rennradzeiten auch 95 Kilo auf den Rippen und hab die Räder manchmal sogar auf Waldwegen "gequält" ohne nennenswerte Seitenschläge hinterher...

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