Welche Kriterien muss ein guter Rennradschuh erfüllen?

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1 Antwort

Ein Rennradschuh sollte gut sitzen, das heißt, der Fuß darf nicht rutschen, andererseits auch nicht so stark eingeschnürt sein, dass die Blutzirkulation Probleme bekommt. Die Verschlüsse sollten leicht, auch während der Fahrt einstellbar sein. Zwar sind Klettverschlüsse günstiger, sie sind aber weniger schnell und präzise einstellbar. Besser sind hier Ratschen- oder Drehverschlüsse, etwa wie bei Sidi, hier sind diese Verschlüsse auch noch austauschbar, ebenso der Absatz.

Außerdem muss die Sohle absolut steif sein und sich keinesfalls durchbiegen lassen. Nur so wird die Trittenergie optimal auf das Pedal übertragen. Gleichzeitig sollte sie aber dennoch möglichst dünn sein, damit der Abstand zwischen Fußballen und Pedalachse möglichst gering bleibt. Auch das trägt zur effizienten Umsetzung der Trittenergie in Bewegung bei.

Auch das Gewicht spielt eine nicht unwesentliche Rolle, schließlich stellen die Schuhe Schwungmasse dar, die angetrieben werden will. Bessere Modelle sind leicht und dennoch stabil.

Wichtig ist, zu wissen, dass jeder Hersteller unterschiedliche Schnitte hat. So sind Sidi typischerweise sehr schmal geschnitten, mancher würde auch schmal sagen. Dagegen sind Adidas oder Nike-Schuhe bei derselben Größe breiter geschnitten. Da muss man ganz genau anprobieren.

Die alte Regel, dass man Rennradschuhe eine halbe Nummer kleiner kaufen soll, weil sie sich noch dehnen, womöglich nach einer ersten Ausfahrt mit absichtlich durchnässten Schuhen, gilt bei heutigen Materialien nicht mehr. Die modernen atmungsaktiven Kunstleder behalten über die gesamte Lebensdauer ihre Form und Größe bei.

Außerdem sollten die Schuhe auch für das Pedalsystem geeignet sein, was in der Regel kein Problem ist, denn alle Rennradschuhe haben das Drei-Loch-Look-System, mittels Adapter sind auch andere Systeme wie Time oder Speedplay nutzbar.

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