Welche Kriterein sind für euch beim Rennradkauf wichtig?

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4 Antworten

Das ist jetzt eine sehr individuelle Frage, denn letztlich hängt es von deiner Zielsetzung ab die du verfolgst. Wenn du nur Hobbiemäßig etwas Radsport betreiben möchtest dann kannst du auf etwas Preiswerteres spekulieren als wenn du vor hast Wettbewerbsmäßig in den Radsport einzusteigen. Die Hauptunterschiede liegen meist im Gewicht, welche in diversen unterschiedlichen Materialien begründet sind. Für gute Einsteigerräder mußt du schon mindestens einen 1000er veranschlagen. Hier hast du dann ein Rad was qualitativ auch recht gut ist. Man unterscheidet zwischen Alu und Carbonkomponennten. Vom Rahmen bis hin zu den Bremsen. Carbon ist sehr teuer. Da bezahlst du mal locker nur für den Rahmen 1100 Euro und aufwärts. Ein guter Alurahmen reicht aber allemal. Auch wenn du später etwas intensiver fahren willst. Bei den Komponennten hast du beim Rennrad überwiegend Shimano, Campagnolo oder SRam. Mit einer einfachen Shimanoausrüstung bist du hier gut aufgestellt und ob das Rad jetzt 7,6KG oder 9 KG wiegt ist erstmal vollkommen unbedeutend. Laufradtechnisch gibt es gute Systemlaufräder. Mavic hat zb. ganz gute Komponenten. Am besten ist es wenn du dich in einem Fachhandel beraten läßt. In einem seriösen Laden können die Verkäufer dir etwas gutes zusammenstellen. Immerhin muß der Rahmen auch auf deine Körpergröße ausgelegt sein, denn die richtige Sitzposition ist das A und O beim Radsport. Darüber hinaus gibt es noch unterschieldiche Symetrien in der Rahmenbeschaffenheit. Es gibt Rahmen mit einem negativen Sloop ( nach hinen abfallendes Oberrohr ) was eine andere Sitzergonomie bietet als ein Rahmen mit einem geraden Oberrohr wie es früher der Standard war. All diese kleinen Raffinessen und Unterschiede kann dir der Fachmann sehr gut erklären und vor Ort kannst du das Ein oder andere dann auch ausprobieren.

Richtige Billigräder wirst Du in dem Sinne nicht finden. Die Räder unterscheiden sich mehr in der Austattung und genau da hast Du immer die Qual der Wahl. Reicht Dir eine Shimano 105 oder sollte es doch Ultegra oder eine Chorus sein.

Wichtiger Punkt sind die Laufräder, zumindest wenn es ein Fertigrad ist. Vernachlässigbar sind dagegen Sattel, Lenker, Vorbau etc. - sowas baut man entweder sowieso später um oder es spielt unterm Strich keine Rolle. Wichtig ist, dass das Gesamtpaket stimmt und auf einheitlichem Niveau ist.

Beim Rahmen würde ich in erster Linie auf die Geometrie und natürlich Gewicht achten - das Qualitätsniveau der heutzutage sehr hoch, sodass man aber da nichts gravierendes falsch machen kann. Da gibts aber viele Test, die zB die Kraftübertragung und Gewicht listen. Muss man für sich entscheiden.

Es ist auch Blödsinn zu sagen, ich kaufe mir einmal ein teures Rad und habe dann Ruhe. Die Renner ab 1000,- sind absolut solide Räder, die lange fahren und Freude bereiten und heute auch nicht mehr viel wiegen. Ein Rad ist ja ein Verschleißteil. Auch am Simplon musst Du nach 4000-6000km die Kette wechseln, irgendwann die Ritzel usw. - das Rad hält immer so lange, wie Du es gut pflegst. Der Rahmen ist das einzige, was die Basis darstellt und der hält ewig, wenn Du keinen Unfall baust.

2000,- und mehr würde ich persönlich erst investieren, wenn es um mehr, als nur Spaß geht. In der Klasse bis 1500,- gibts wirklich gute, solide Alu-Renner, die lange fahren. Möchte mir dies Jahr auch wieder eins kaufen und es wird definitiv auch eine "einfach" Maschinen in dieser Preisklasse. Das alte Rad kommt als Winterrad in den Keller - sollte man auch immer im Hinterkopf haben. Lieber zwei solide Renner zu 8kg, als einen Highend-Renner, wo Du immer Angst hast draufzusteigen.

Das Wichtigste ist, das du einen Rahmen findest auf dem du eine entspannte Sitzposition hast. Denn nichts verleidet einem das Fehren mehr, als wenn man nach 1 Stunde verkrampft auf dem Bock sitzt. Das geht nur durch gute Beratung und Ausprobieren. Such dir einen Fahrradhändler, wo du richtig vermessen wirst. Das ist wichtiger als 1 kg Gewicht mehr oder weniger.

Am Anfang brauchst du auch nicht sofort eine Superrennmaschine sondern im Bereich von 1.000-1.300 Euro solltest du das Richtige finden.

Der Preis hängt natürlich von der Qualität der Komponenten ab, aber da braucht man auch nicht sofort den Mercedes zu nehmen. Du solltest darauf achten, dass das Qualitätsniveau der Komponenten gleich ist. Also nicht irgendeine Blenderkomponente und der Rest Billigware.

Wichtige Einzelpunkte: es muss kein Karbonrahmen sein. Leicht, edel und teuer. Nachteil: nach einem Sturz - und der kommt irgendwann - kann man den Rahmenschaden nur schwer beurteilen. Deshalb genügt Alu.

Normale oder Systemlaufräder. Für Systemlaufräder gibt es nach oben kaum Preisgrenzen.

Hatte ich ja bereits schon ähnlich geschrieben, allerdings ist die Geschichte mit dem Händler eine Ansichtssache. Die vermessen und beraten ganz toll, aber ob der Rahmen zu Dir passt, siehst Du nicht nach der Testfahrt im Radhaus, sondern wenn Du auf dem Bock sitzt und Touren schrubbst. Der vermessene Sattel vom Radhändler hätte mich nach 1h auf dem Rad fast umgebracht. Die Geometrie sollte schon halbwegs stimmen, richtig - das Feintuning passiert dann meines Erachtens später mit eigenen Anbauteilen.

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Halte es wie 0815runner!


Ich würde ähnlich rangehen, wenn ich Lust auf´s Straßenfahren bekomme.

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