Welche körperlichen und psychischen Anforderungen braucht man für das Alpinklettern?

2 Antworten

Fang doch mal langsam an. Mache bei einer DAV Sektion oder einem kommerziellen Anbieter einen Anfänger Kletterkurs, da lernst Du die notwendigen Techniken. Für eine Wand zu machen, ob mit der Sektion, aber auch mit Bergführer braucht Du aber schon anderes Training als beim Wandern. Die gute Kondition ist ok, aber nach kurzer Zeit machen Deine Unterarme schlapp, weil die nicht trainiert sind. In dem Moment geht dann mit weiterklettern nix mehr, weil Dir die Finger gehen aufgehen. Die Kraft kommt aber, wenn Du eine Zeit lang Einseillängen kletterst und zusätzlich kannst Du die Unterarme mit Hanteln trainieren. Die erste Mehrseillängentour braucht nicht über einer 3 liegen, da ist es oft schon luftig genug. Du darfst auch nicht Kletterhöhenmeter mit denen beim Wandern vergleichen. Eine 300m Wand geht nicht in einer Stunde (klar, die Hubers joggen in 10 min. da hoch). Du merkst aber schnell, was bei Dir machbar ist, nur halt nicht anfänglich zu große Ziele stecken.

Zwischen Bergwandern und Klettern ist sicherlich ein Unterschied.Was als Methodik hilft, ist einen Klettersteig zu absolvieren. Da gibt es Schwierigkeitsgrade von 1 bis 5 oder Sechs. D.h.da kannst Du Dich herantasten. Wenn Du das mit einem Kletterführer machst, kann der Dich direkt beurteilen und einschätzen. Dann kannst Du, wenn es noch notwendig ist, ein spezielles Training absolvieren. Erfahrungsgemäß wirst Du fit sein, wenn Du eine schwierige Rute steigen kannst. In Südtirol gibt es schöne Klettersteige und Bücher dazu.Eines zur Empfehlung; Klettersteige in Südtirol von C. Ladurner/BLV-Verlag. Viel Spaß! Nicht übertreiben und gut trainieren...

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