Welche Fahrräder werden zum 6-Tage-Rennen gefahren?

1 Antwort

In zwei Punkten muß ich pooky definitiv widersprechen: 1. Der entscheidende Unterschied zwischen eine Bahnrad und einem Straßenrad ist die Rahmengeometrie. Für den Anfänger bei Radrennen generell ist sicher der starre Gang das Auffälligste, aber mit einem umgebauten Straßenrad würde man sehr große Probleme auf der Bahn bekommen, auch wenn es keine Bremsen und einen starren Gang hätte. Vor allem der Lenkkopfwinkel ist deutlich größer (die Gabel ist steiler), wodurch der Nachlauf verringert wird und das Fahrverhalten "nervöser" wird. Ein Straßenrahmen wäre für die Bahn zu "behäbig". 2. Die Übersetzungen, die er angibt, sind völlig falsch. Es wird in der Regel gefahren: *Bei Punktefahren, Zweier-Mannschaftsrennen usw.: 49/15 bis 53/15, am häufigsten nach wie vor die Bahn-Standard-Übersetzung 52/16 (z.B. Bruno Risi); *bei Sprintrennen: in der Regel 50/14 (entspricht auf der Straße in etwa 53/15). *bei Steherrennen: 60/14 und ähnliche Übersetzungen. Zu berücksichtigen ist ferner, daß meistens kürzere Kurbeln verwendet werden. Da der Unterschied zwischen 3 und 6% beträgt, kann man beim Kettenblatt in Gedanken 2 Zähne hinzuzählen um den Kraftaufwand beim Treten richtig einzuschätzen. Ansonsten gefällt mir die Schilderung von pooky, wie es auf der Bahn zugeht und worauf man achten muß, sehr gut.

Du musst mir nicht widersprechen, das mit der Rahmengeometrie habe ich geschrieben, schließlich fahre ich selbst Bahnrad, wie ich ebenfalls geschrieben habe. Ich habe die Antwort für die Sicht eines Anfängers geschrieben, der die veränderte Geometrie gar nicht spüren würde.

Hinsichtlich der Übersetzungen ist es auch sehr variabel. Unsere Trainingsräder haben vorn 54, hinten 12 Zähne, beziehungsweise 53-13, was anderes habe ich auch nicht geschrieben. Für bestimmte Wettkämpfe gibt es natürlich Abweichungen, aber das ist auch beim Straßenradsport der Fall.

Die Kurbel habe ich zur Geometrie gezählt, die am Rad, das ich fahre, hat eine 170er-Länge, genauso wie an meinen Straßenrennrädern. Aber in der Tat sind sie tendenziell kürzer, 165-170 mm, während Straßenräder 170 bis 175 mm haben.

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@pooky

Lieber pooky, ich möchte mich hier garnicht groß mit dir streiten - vor allem, weil du im Allgemeinen sehr gute Antworten gibst. Ich fände es aber besser, wenn du dich auf das beschränken würdest, was du beherrscht, und - sorry - vom Bahnradsport hast du definitiv keine Ahnung. Du schreibst: "Hinsichtlich der Übersetzungen ist es auch sehr variabel. Unsere Trainingsräder haben vorn 54, hinten 12 Zähne, beziehungsweise 53-13..." Auf der Bahn eine Übersetzung von 54/12 zu fahren (und 53/13 ist auch nicht besser) ist absolut abenteuerlich. Jeder, der auch nur ein bischen vom Bahnradsport versteht, wird dir das bestätigen. Dann schreibst du:"Ich habe die Antwort für die Sicht eines Anfängers geschrieben, der die veränderte Geometrie gar nicht spüren würde." Doch, der würde die spüren, wenn er nämlich mit der falschen auf's Maul fällt! Ich finde es im Interesse unserer Leser nicht sinnvoll, wenn wir hier kontrovers diskutieren. Andererseits kann man Dinge, die definitiv falsch sind, natürlich nicht stehen lassen. Ich würde dich daher bitten: Frag mal deinen Bahntrainer (ich hoffe, es gibt einen) nach den Übersetzungen und stell das, was du hier verallgemeinernd von Euren Trainingsrädern ausgehend geschrieben hast, richtig!

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@Alf280709

Da ich Kadersportler bin, werde ich wohl einen Trainer haben.

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@pooky

Ich hatte eigentlich nach dem Bahntrainer gefragt. Aber ich finde, mittlerweile ist das hier längst nicht mehr im Interesse der Leser. Wir sollten es dabei belassen, daß unsere Beiträge sich sehr gut ergänzen.

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@Alf280709

Danke Ihr Lieben für Eure super professionellen Antworten. Aber streiten solltet ihr euch deswegen wirklich nicht. Ich kann euch eh nicht mehr folgen ;-)

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