Weiß von euch jemand gute Übungen um das Rückenschwimmen richtig zu lernen?

2 Antworten

Wasserlage • Kopf sollte auf das Wasser gelegt werden (leicht angehoben) um eine flache Wasserlage zu gewährleisten, die Ohren sollten so gerade unter der Wasseroberfläche sein • Blick nach oben hinten gerichtet • Hüfte liegt knapp unter der Wasseroberfläche und ist gestreckt • Fußspitzen berühren nur ganz knapp die Wasseroberfläche • Starke Rollbewegung in den Schultern Beinschlag Hauptaufgabe des Beinschlags ist die Stabilisation der Körperlage während des gesamten Bewegungsablaufs. Ein gleichmäßiger Beinschlag ermöglicht außerdem eine gradlinige Fortbewegung Bewegungsbeschreibung des Kraulbeinschlags: • Wechselseitiger Beinschlag • Bewegungsimpuls kommt aus der Hüfte • Beine und Füße sind locker gestreckt • Füße leicht einwärts gedreht • Unterscheidung von Ristschlag (Aufwärtsschlag in der Rückenlage) und Sohlenschlag • Beim Sohlenschlag ist das Bein nahezu gestreckt • Beim Ristschlag ist eine starke Überstreckung des Fußes bis in die Zehenspitzen auffällig • Schnelle Bewegungsumkehr von Rist- zum Sohlenschlag erforderlich • Beide Beine schlagen gleichmäßig • Schlagamplitude 70 cm • Die Hüfte ist gestreckt und liegt knapp unter dem Wasserspiegel Übungen zum Vertiefen des Kraulbeinschlags: • Beinschlag beim passiven Gleiten in Rückenlage Ein Partner zieht den anderen Partner in Rückenlage unter den Achseln nahe am Körper. (Variation: gestreckte Arme) Der gezogene Partner macht den Kraulbeinschlag • Beinschlag und Lösen von der Partnerhilfe (mit Schwimmbrett) • Beinschlag beim aktiven Gleiten (mit Schwimmbrett) Abstoß von der Wand Armzug Der Armzug sollte gleichmäßig ausgeführt werden. Wenn der eine Arm eine Zugphase einleitet, sollte die Antriebsphase des anderen Arms beendet sein. Bewegungsbeschreibung des Armzuges beim Rückenschwimmen: Eintauchen • Kleiner Finger taucht zuerst ins Wasser ein • Arm ist gestreckt und stellt eine Verlängerung der Schulterlinie dar Arbeitsphase • Arm und Hand sinken sofort nach dem Eintauchen unter die Schulterebene ab Zugphase „Greifen“ des Wassers: • Aufwärtsführen der Hand und des Unterarms mit gleichzeitigem Stehenlassen des Ellenbogens; wird um 90° gebeugt; Unterarm steht fast senkrecht im Wasser, wenn die Zugphase beendet ist Druckphase: • Streckung des Unterarmes und der Hand bis etwa 10 cm unter die Hüften • Um das Durchbrechen der Hand durch die Wasseroberfläche während der stärksten Beugephase des Armes zu verhindern, muss der Oberkörper eine starke Rollbewegung um die Körperlängsachse ausführen. Dies bringt einen weiteren Vorteil im Heben der gegenüberliegenden Schulter mit sich, wobei kein unnötiger Widerstand beim Vorschwingen des Armes entsteht. Schwungphase: • Der Arm verlässt gestreckt mit dem Daumen zuerst das Wasser • Arm wird gestreckt angehoben und vorgeschwungen • Arm und Hand werden dabei um 180° gedreht und tauchen vor der Schulter gestreckt ins Wasser ein. Übungen zum Armzug (induktive Methode): Durch offene Bewegungsaufgaben wird der Kraularmzug spielerisch entwickelt. Die induktive Methode hat den Vorteil, dass sie mehr Freude bringt und Fehler vermieden werden können. Laufen mit und ohne Armeinsatz Herausarbeiten, dass man mit Armeinsatz schneller ist als ohne Armeinsatz • Wer ist zuerst auf der anderen Seite? (Variation: Strecke verlängern) • Unterschiedliche Bewegungsmuster ausprobieren (vor-, rück-, seitwärts, mit und ohne Armeinsatz) Laufen mit Armeinsatz schneller Laufen mit verschiedenen Armzugmustern (rückwärts laufen) Herausarbeiten, dass der wechselseitige Armzug mehr Vortrieb gibt als der gleichzeitige. • Mit unterschiedlichen Armzügen durchs Wasser laufen. Wer ist der schnellste? Beim wechselseitigen Armzug erhält man einen gleichmäßigen Vortrieb – keinen negativen Vortrieb Laufen mit wechselseitigem Armeinsatz (rückwärts laufen) Herausarbeiten, dass ein langer Armzug lange für Vortrieb sorgt. • Durchs Wasser laufen mit kurzem und langem wechselseitigen Armzug Um möglichst einen langen Vortrieb und einen langen Armzug zu haben, muss man die Schultern aufs Wasser legen. Handstellungen beim Armzug Herausarbeiten, dass die gestreckte und leicht geöffnete oder geschlossene Hand am besten für Vortrieb sorgt. • Mit unterschiedlichen Handstellungen durchs Wasser gehen (Hand geöffnet, geschlossen, leicht geöffnet, gestreckt, leicht gewölbt, Faust) • Möglichst viel Druck auf die Hand bekommen Lange Armzüge beim Laufen Herausarbeiten, dass man einen längeren Armzug machen kann, wenn man die Schultern auf das Wasser legt. • Schultern auf das Wasser legen und mit Armzug laufen. Eintauchen/Herausführen der Hand Herausarbeiten, dass die Hand am besten mit dem kleinen Finger eintaucht und der Arm vor der Schulter eintaucht, weil man so einen längeren Armzug hat. • Mit verschiedenen Handstellungen ins Wasser eintauchen. • Wie und wo verlässt die Hand das Wasser? Wie kommt die Hand aus dem Wasser? Die Hand sollte mit möglichst wenig Wasserwiderstand aus dem Wasser kommen (Daumen kommt zuerst aus dem Wasser) Schwungphase beim Armzug Herausarbeiten, dass der Arm parallel zur Körperlängsachse nach vorne geführt wird. • Wie wird der Arm nach vorne geführt? Armzug mit Partnerhilfe Kraularmzug beim Schieben Ein Partner schiebt den anderen Partner (an den Oberschenkeln) und kontrolliert den Armzug, der von dem geschobenen Partner ausgeführt wird. • Armzug mit Zug- und Druckphase • Rollbewegung in der Schulter, der Armzug unter Wasser ist besser möglich. Lösen von der Partnerhilfe Ein Partner wird nur bis zur Hälfte des Beckens geschoben und die restliche Strecke legt er dann alleine zurück. Der geschobene Partner hat einen Pullbuoy zwischen den Beinen und führt den Kraularmzug aus. Häufige Wiederholungen über kurze Strecken (Querbahn im Schwimmerbecken) Partner stehen sich am Beckenrand gegenüber. Während der eine Partner schwimmt, kann der andere Partner den Armzug korrigieren. • Pullbuoy zwischen den Beinen, wechselseitiger Armzug • Vom Beckenrand abstoßen, gleiten und dann mit einem Armzug starten Gesamtkoordination ohne Pullbuoy • Kraularmzug – automatisch pendeln die Beine mit • Beinschlag verstärken • Bewusste Atmung Verlängerung der Strecke • Zwei Querbahnen • Drei Querbahnen • Eine Längsbahn Alternative Übungen zum Armzug (deduktive Methode): • Demonstration der Armbewegung an Land • Einseitiger Armzug am Beckenrand (wechseln der Arme) • Symmetrischer Armzug: ein Partner schiebt den anderen an den Oberschenkeln • Einseitiger Armzug (mit Partner): ein Arm führt die vollständige Rückenkraularmbewegung aus, der andere Arm liegt neben der Hüfte, Körper rollt zum ziehenden Arm hin (wechseln der Arme) (Variation: der nicht tätige Arm liegt nach hinten ausgestreckt im Wasser) • Wechselseitiger Armzug mit deutlicher Rollbewegung (mit Partner) • Wechselseitiger Armzug mit Pull-buoy • Wechselseitiger Armzug, Beine pendeln mit Atmung Obwohl die Atmung aufgrund der freien Gesichtslage nicht besonders eingeübt werden muss, ist darauf zu achten, dass sie gleichmäßig und ganz bewusst ausgeführt wird. Zum Beispiel Zweierzugatmung: Eingeatmet wird während des Aushebens und Rückführens des rechten Armes, die Ausatmung erfolgt während des Durchziehens und -drückens Übungen zur Atmung: • Beine schlagen in Rückenlage, Beine liegen neben dem Körper, Abwechselnd werden die Schultern zuerst nach oben gehoben und danach in Schwimmrichtung zurückgezogen, der Körper rollt jeweils zur Seite der eintauchenden Schulter. • Regelmäßige Atmung: Wie vorherige Übung, die Einatmung erfolgt jedes Mal auf das Anheben der rechten Schulter, das Ausatmen auf ihr Eintauchen • Gesamtbewegung mit Atmung: Wie vorherige Übung, eingeatmet wird während des Aushebens und Rückführens des rechten Arms, die Ausatmung erfolgt während des Durchziehens und -drückens (Zweierzugatmung) Koordination Ein Armzug muss mit dem Sechser-Beinschlag übereinstimmen. Wenn der rechte Arm ins Wasser eintaucht, erfolgt die Aufwärtsschlag des linken Beines. Wenn der linke Arm eintaucht, schlägt das rechte Bein nach oben. Übungen zur Koordination: (Schwimmer Becken) • Koordinationswechsel: Der Schwimmer reiht Rückenschwimmbewegungen aneinander wie: 6 Beinschläge mit seitlich anliegenden Armen, 6 Beinschläge mit einem zurückliegenden Arm und dem anderen anliegend, 6 Beinschläge mit gegengleicher Armstellung, 6 Beinschläge mit Wechselzug der Arme • Rückenkraul-Gesamtbewegung mit 6 Beinschlägen auf einen Armzug

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Alter schwede!!! Wahnsinns Antwort ;-)

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Super Antwort, könntest Du gleich als einen Tipp auch geben. Ich würde nur in dieser Zeile: "mit gleichzeitigem Stehenlassen des Ellenbogens; wird um 90° gebeugt; Unterarm steht fast senkrecht im Wasser, wenn die Zugphase beendet ist " einfügen, daß am Ende der Zugphase der Arm mit tiefen Ellbogen nahe am Körper ist, also keine 90° im Ellbogen mehr.

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Folgende 3 Punkte würde ich mir näher anschauen, ween die passen-passts meistens: 1 Wasserlage(ist der Körper komplett gestreckt,Hüfte???,Unterschenkel??,Ohren im Wasser,Körperspannung) 2 Beinschlag-ist der effektiv-kommst Du voran beim Nur-Beine schwimmen-setzt Du die Beine auch beim kompletten Rückenschwimmen ein? 3.Bringt Dich der Armzug voran-beim nur Arme schwimmen,einarmig??

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Schöne Grüße

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