was tun bei höhenangst trotz erfahrung?

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Hallo Alexandra, ich kann deine Frustration nachvollziehen, auch ich hatte früher stark mit Höhenangst zu kämpfen.

Das Problem liegt darin, dass du die Situation "Höhe" mit der starken Emotion "Angst" und dem Gefühl des Kontrollverlustes verknüpft hast und diese Verknüpfung immer wieder auf's neue durchlebt hast. Am Einfachsten wäre jetzt diese Verknüpfungen zu schwächen und andere positive aufzubauen indem du es öfters machst -geht ja aber nicht. Du kannst aber die Situation so gut es geht im Trockenen zu simulieren. Stell dir mit sovielen Details wie möglich vor wie so ein Kletterausflug abläuft, wie du da hängst, wie weit deine Sicherungspartner entfernt sind und wie hoch du bist, die Bäume die du siehst, der Wind etc... Versuche dann positive Seiten dieser Situation zu finden und dir diese dann lebhaft zu verdeutlichen. Ich habe daran gedacht, dass es toll ist so frei zu sein, mitten in der Natur, so weit weg von allen Alltagsproblemen, alleine in der Ruhe der Felswand. Wie exotisch dieser Ort dadurch ist, dass nur wenige Menschen hierhin kommen etc... Ich bin draußen klettern gegangen TROTZ der Höhe und mein Ziel war es mich so "umzuprogramieren" dass ich WEGEN der Höhe klettern gehen würde. Das ist entscheidend, dass musst du irgendwie hinbekommen. Stell dir eine angenehme Situation vor, wie im Frühling durch eine Blumenwiese zu laufen oder morgens alleine durch den Wald zu spazieren und der Natur zu lauschen. Die kleinen Details sind wichtig: das Rascheln der Blätter, die Tautropfen, der Geruch von modrigen Blättern, der kleine Pilz der dort drüben wächst, der Sonnenstrahl der durch das Blätterdach auf den Weg fällt, die Wärme der Sonne, oder das Geräusch deiner Schuhe auf dem Waldweg. Solche Details musst du für dich entdecken, die den Ausflug in die Höhe zu einem tollen Ereignis werden lassen, so dass du dich darauf freuen kannst. Mit diesem mentalen Training kannst du so versuchen deine bisherigen Denkmuster zu verändern, zu überschreiben wenn man so will. Der Erfolg ist aber ganz klar abhängig davon wie gewissenhaft du das übst. Aber es wird auf jeden Fall helfen wenn du es machst. Vielleicht dauert es länger als eine Klettersaison aber das sollte dich nicht abhalten.

Wenn du dann wieder in der Wand hängst oder dich erst auf den Vorstieg vorbereitest und dann die alten Gedanken und Gefühle hochkommen, dann versuche sie nicht zu ignorieren sondern sie erst bewusst wahrzunehmen und dann aber mit den neuen "guten" Gedanken zu ergänzen. Überfordere dich nicht, wenn du vor'm Vorstieg ein paar Minuten länger brauchst um dich in die richtige Stimmung zu bringen, ist das ok. Oder an der nächsten Expresse, falls du merkst es geht wieder los, dann entspann dich, schau dich um, versuche solange nicht weiterzuklettern bis du wieder ein gutes Gefühl hast, bist du wieder gemerkt hast, wie toll es ist, bis du dir wieder all die guten Seiten der Situation wieder bewusst gemacht hast. Dann geh weiter...

Hoffe das hilft dir irgendwie. Als Motivation kann ich dir mitgeben, dass ich bei meinem ersten Kletterausflug in der Halle so 7m geschafft hab' und dann völlig panisch am Ende da hing und mein Kopf einfach nur dicht gemacht hat. Mittlerweile nach 4 Jahren Klettersport, kann ich in fiesen Dächern Routen schrauben und habe innerlich ein Grinsen wenn ich draußen vorsteige und weiß dass ich ziemlich bald nen sicheren Abgang machen werden und geniesse die "Achterbahnfahrt" des freien Falls. :)

Da du nicht die Möglichkeit hast dich öfters in Höhen zu begeben, so das der Körper sich daran gewöhnen kann, wirst du mit der anfänglichen Höhenangst leben müssen. Du kannst im Vorfeld vor dem Aufstieg nur versuchen dich über Atemübungen oder Meditatives Training innerlich zu beruhigen. In wie weit dies aber hilft steht auf einem anderen Blatt. Probiere es einfach aus.

Ernährung und Sport in der Jugend (Wachstum) Wirklich so viel Hunger oder nur Einbildung??

Hallo!

Ich, begeisterter Boulderer, bin 17 Jahre alt und gehe ca 4-5 mal pro Woche Klettern (durchschnittlich immer ca 2-3 h, powere mich aber richtig aus). Meine Frage nun: Wenn ich nach Hause komme, oder auch wenn ich nicht klettere habe ich immer SEHR viel Hunger und esse auch richtig viel! Ich habe über den Winter bisher ca 5 kg zugenommen, (wog im Sommer 52 und jetzt 57, bei Körpergröße von 174cm) Vorher habe ich immer peinlichst auf meine Ernährung geachtet, allerdings fühlte ich mich irgentwann nicht mehr wohl.. Allerdings hat sich meine Kletterleistung (glaube ich) nicht schwerwiegend durch die Gewichtzunahme verschlechtert...manchmal kommt mir sogar vor ich hätte mehr Power. Ich weiß nur nicht, ob mein Körper wirklich Hunger hat oder es ab einem gewissen Punkt nur mehr Einbildung ist? Zum Beispiel esse ich nach dem Klettern oft ca 1500- 2000kcal..., wobei ich aber immer anständig Frühstücke und mittagesse! ;) Ist das normal?

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