Was sind sog. Mehrseillängen beim Klettern?

2 Antworten

Wenn eine Kletterroute mehrere Seillängen hat, dann klettern die Partner in einer Seilschaft abwechselnd, in Stücken bis maximal 50m (die meisten Seile sind etwa so lang). Das läuft so ab, dass der Seilerste von unten vorsteigt und Zwischensicherungen legt. Nach einer Seillänge baut er einen Stand, d.h. einen 100% sicheren Fixpunkt, an dem er sich selbst sichert und von dort den Seilpartner nachholt. Sind beide am Stand angelangt, geht das Spielchen von vorne los.

Wenn man einen Berg raufklettert, kann man das nicht in einer Seillänge machen, weil die Seile ja nur um die 60/70 Meter lang sind. Deshalb muss man mehrere Seillängen klettern. Manchmal schlafen Kletterer sogar in der Wand, wenn sie die Route an einem Tag nicht schaffen können. Meistens läuft es so ab, dass der erste im Vorstieg raufklettert, d. h. er nimmt das Seil mit hoch, baut dann einen Toprope für seinen Partner (das Seil wird für den Partner runtergelassen und er kann daran raufklettern), wieder Vorstieg, Toprope usw. Zwischendurch muss ein Stand gebaut werden, damit alle auch während des Klettern des Partners sicher sind.

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