Was sind Beta-2-Agonisten?

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Beta-2-Agonisten - auch Beta-2-Symphatomimetika genannt - üben eine Bronchien erweiternde Wirkung und werden zur Behandlung eines Asthma eingesetzt. Alle Beta-2-Symphatomimetika sind im Sport verboten. Zur Behandlung eines Asthmas ist die Inhalation nach vorgängiger Meldung erlaubt.

Wirkungen Beta-2-Agonisten führen zu einer Erschlaffung der Bronchialmuskulatur durch eine Stimulierung der Beta-2-Rezeptoren. Sie lindern die Symptome eines Asthmaanfalles, indem sie den Krampf der Bronchialmuskulatur aufheben.

Nebenwirkungen Obwohl die heutigen Substanzen eine hohe Selektivität zu den Rezeptoren in der Bronchialmuskulatur besitzen, können hohe Dosen die Beta-1-Rezeptoren am Herzen stimulieren. Dies führt zu einer Erhöhung der Herzfrequenz und des Blutdruckes.

Anwendung in der Medizin In der Medizin werden Beta-2-Agonisten zur Behandlung des Bronchialasthmas eingesetzt. Man unterscheidet zwischen schnellwirksamen Substanzen, die vor allem während eines Anfalles inhaliert werden. In der Basistherapie bevorzugt man Substanzen mit einer langen Wirkdauer, die die Krampfanfälligkeit der Muskulatur senken.

Anwendung im Sport Einige Beta-2-Agonisten wurden verbotenerweise in der Tiermast als Wachstumsförderer verwendet, noch bevor sie den Weg in den Sport fanden. In hoher Dosierung fördern diese Subtanzen (v.a. Clenbuterol) die Proteinsynthese in den Muskelzellen und führten bei den behandelten Tieren zu einer Zunahme der Muskelmasse gegenüber der Fettmasse. Im Sport wird durch die Bronchien erweiternde Wirkung eine kurzfristige Leistungssteigerung erwartet. Studien konnten diese Wirkungen jedoch nicht eindeutig zeigen. Im Sport sind alle Beta-2-Agonisten verboten. Eine Therapie muss medizinische begründet sein und mittels eines speziellen ATZ-Verfahrens gemeldet werden.

Besonderes

Behandlung muss mittels vereinfachtem ATZ-Verfahren gemeldet werden sind im und ausserhalb des Wettkampfes verboten

Muss ein Sportler sein Bronchialasthma mit Beta-2-Agonisten behandeln, so muss diese Therapie zwingend vor Behandlungsbeginn gemeldet werden. Seit dem 1. Januar 2004 ist das Verfahren für eine Ausnahmebewilligung zu therapeutischen Zwecken (ATZ) in Kraft. Der Sportler und sein behandelnder Arzt müssen das offizielle Formular für einen abgekürzten Antrag vollständig ausgefüllt vor Behandlungsbeginn einreichen.

Schlagzeilen: 1992 wurden die deutschen Leichtathletinnen Katrin Krabbe, Grit Breuer und Manuela Derr wegen einer positiven Probe mit Clenbuterol zu mehrjährigen Sperren verurteilt. 1997 wurde in einer Dopingprobe an der Tour de France dem Radfahrers Dschamolidin Abduschaparow die Einnahme von Clenbuterol und Bromantan nachgewiesen. 1999 wurde zwei chinesische Schwimmer für drei Jahre gesperrt (Nachweis von Clenbuterol) Aufsehen erregte der hohe Anteil Sportlerinnen und Sportler, die Asthmamedikamente einnehmen mussten. 1994 in Lillehammer verwendeten 70 Prozent aller Teilnehmer Beta-2-Agonisten. Diesem vermuteten Missbrauch wurde seitdem durch strengere Auflagen begegnet.

Quelle: http://www.dopinginfo.ch/verbotene-substanzklassen/beta-2-agonisten-2.html

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