Was passiert eigentlich genau beim Pfeifferschen Drüsenfieber?

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4 Antworten

Hallo Pikeur, auch ich kann mich neben Pooky einreihen. Bei mir wars allerdings ganz schön heftig. Ich hatte von einer Sec. auf die andere 40° Fieber. Mein Arzt diagnostizierte Mandelentzündung und gab mir Globuli... (Bei dem Arzt bin ich nicht mehr!) Nach einer höllen Nacht dachte er noch immer an Mandelentzündung, allerdings waren schon zahlreiche Aften in meinem Mund. Er schickte mich zum HNO - coole Sache mit 39,9° Fieber. Der hat dann einen Bluttest gemacht und mir sofort Antibiotika gegeben. Letztlich ging es zwei Wochen so weiter, wobei ich am Gauben oben, unten, am Zahnfleisch, auf und unter der Zunge einfach überall im Mund eine Afte neben der anderen hatte. So dreckig gings mir noch nie. Nix sprechen, nix essen und echte Schmerzen. Aber Schluss mit Gejammer. Letztlich war ich 1 Monat wirklich krank mit Fieber und konnte ebensolange nichts essen, nur flüssige Krebskrankennahrung... Es dauerte ca 1 1/2 Jahre, bis ich keine Fieberschübe mehr hatte und sportlich wieder voll einsatzbereit war. Mein Tipp: im Zweifelsfall IMMER einen großen Bluttest machen lassen! Auch wenn es die Ärzte nicht wollen!!!!

pooky 10.01.2008, 19:53

Stimmt, viele Ärzte sträuben sich dagegen, weil das große Blutbild viel Geld kostet und bei uns Kassenpatienten nicht alles bezahlt wird.

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Pikeur 11.01.2008, 11:48

Ok Danke, jetzt verstehe ich auch warum meine Freunde solche Angst davor haben!

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Hallo, ich bin Mutti eines 12 jährigen Mädchens, was auf eine Sportschule geht und aktiv Fechten betreibt. Die symptome die ihr beschreibt, kommen mir sehr bekannt vor. Seit 1 1/2 Wochen dokterten wir hier rum, bis die Kinderärztin zu am letzten Freitag ins Krankenhaus eingewiesen hat. Jetzt sind zwar immernochnicht alle Blutwerte da, aber die Tendenz zum Pfeiffschen Drüsenfieber sind schon sehr offensichtlich. Die junge Dame macht sich natürlich große Sorgen um ihren Sport. Weiß jemand oder hat jemand Erfahrungen damit, wie lange so was dauern kann und ob sie in naher Zukunft wieder in ihren Sport einsteigen kann? Über eine Antwort würden wir uns sehr freuen.

Zaubermaus

Ich kenne das, äußerst unangenehme Sache und schwer zu diagnostizieren. Erst der dritte Arzt hat die Erkrankung nach sieben Monaten (!) bei mir mit Hilfe eines sehr aufwändigen Blutbildes feststellen können.

Vorher litt ich lange Zeit an Symptomen, die an eine schwere Erkältung erinnern: Häufige Fieberattacken, Rachen- und Mandelentzündung, geschwollene Lymphdrüsen im Halsbereich und eben die Erkältungssymptome. Dadurch entstanden natürlich auch Leistungseinbrüche im Sport.

Unentdeckt kann sie zur Myokarditis, einer Herzmuskelentzündung führen, was mich sehr beunruhigt hat. Zum Glück hat eine Untersuchung hinterher ergeben, dass das Herz keine Schäden davon getragen hat.

Das Pfeiffersches Drüsenfieber wird von einer Art Virus ausgelöst, nämlich vom Epstein-Barr-Virus, der in fast jedem Menschen schlummert. Erst in bestimmten Fällen löst er die Erkrankung aus. Danach ist der Betroffene ein Leben lang immun, weil Anti-Körper gebildet wurden.

Pikeur 11.01.2008, 11:49

Aha, und kann ich irgendwas dagegen tun so dass ich es nach Möglichkeit nicht bekomme?

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Dorle 11.01.2008, 18:21
@Pikeur

Hm, Tröpfchenübertragung... Viele finden es ungemein witzig es als Kusskrankheit zu bezeichnen. Also nicht wild herumknutschen, allerdings wenn du ein schmutziges Glas erwischst, oder aber angeniest wird, dann passierts genauso...

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Ich bekam das Pfeiffersche Drüsenfieber als Geschenk vom Ex, der mir zuvor Fremd ging.

Der damalige Arzt hatte die Symptome (Schneeweißer Rachen+ Erdnussgroße Öffnung) nicht erkannt, sondern Diagnostizierte mir eine schwere Mandelentzündung und schickte mich mit 2 Packungen Antibiotika nach Hause und verschrieb mir zusätzlich absolute Bettruhe.

(KURZVERSION) Im Verlauf ging es mir Elendig!!! Ich verlor innerhalb einer Woche fast 10kg und lag im Delirium und bekam kaum was mit. Sogar flüssiger Kartoffelbrei brachte mir Tränen ins Gesicht vor Schmerzen, da die Öffnung zum Atmen im Hals nur max. so groß wie eine Erdnuss war. Glücklicherweise pflegte mich damals meine Großmutter, so das ich in Ruhe gesunden konnte.

Jahre später hatte ich eine schwere Mandelentzündung und die damalige Hausärztin tippte auf das Pfeiffersche Drüsenfieber. Nach der Blut/Urinabnahme gab sie mir am nächsten Tag die Entwarnung, das ich Immun sei, denn man bekommt das nur einmal im Leben. Sicherlich bin ich heutzutage froh darüber.

Aber mein Immunsystem ist seither geschwächt und ich bekomme schneller eine Mandelentzündung oder Bronchitis als mir lieb ist. Soll heißen: 1x im jahr mit Sicherheit. Brauche nur in der nähe von Personen zu sein, die eine Erkältung haben und ich stecke mich dann öfter an.

Fakt ist: mit dem Pfeifferschen Drüsenfieber ist nicht zu spaßen. Denn man kann es als schwere Mandelentzündung verkennen und das ist Fatal. das es bei mir gut ging, ist nur Glück gewesen.

Allen die es haben könnten, Rate ich zur sorfortigen Hilfe! Gute Besserung!

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