Was kann man unternehmen, um Pferden die Angst vorm Hänger zu nehmen?

2 Antworten

Also, ich finde, dass da Monty Roberts eine super Lösung gefunden hat (mal abgesehen davon, dass er insgesamt meiner Meinung nach ein unglaublicher Mensch ist).

Und zwar stellt er auch den Hänger hin, führt das Pferd Richtung Hänger, dreht aber kurz davor ab. Dann geht er bei jedem Schritt weiter. Er lässt die erste "Sprosse" der Ladeklappe betreten, stoppt dann das Pferd, lässt es zurückgehen und setzt neu an. Bei jedem Versuch lässt er das Pferd einen Schritt weiter hinein. Er spielt sozusagen mit dem Pferd. Er sagt ihm immer wieder: 'Schau mal was da ist, möchtest du das sehen?' und wenn das Pferd dann rein möchte, dann sagt er 'Ach nein, das lassen wir doch lieber.' Damit macht er das Pferd immer neugieriger, bis es am Ende fast von allein hinein geht. Voraussetzung ist natürlich, dass das Pferd Vertrauen hat.

Wie schon die Vorredner sagten: Es braucht Zeit und Geduld. Und es ist gut, wenn man immer wieder übt und das Pferd nicht nur 1x im Jahr in den Hänger schicken will, weil es jetzt auf ein Turnier gehen soll. Übung macht den Meister :)

Ein verantwortungsvoller aufzüchter bringt schon seinen fohlen und jungpferden bei, in den hänger zu gehen. Ist dies nicht geschehen, dann muss der reiter sich via bodenarbeit, zum Leittier aufschwingen. Meiner ansicht nach, geht das am besten über NAtural Horsemanship von pat parelli. Hier wird auf die bedürfnisse des Pferdes eingegangen und eine gute Kommunikation aufgebaut. Beim Verladen muss absolute ruhe herrschen. damit ist nicht Friedhofsstille gemeint, sondern der ruhige aber feste Umgang mit dem pferd. Man kann ein pferd mitels Futtereimer auf den Hänger locken. Futter gibt es aber erst, wenn das Pferd einen Schrit in die richtige richtung macht bzw. oben steht. Wenn ein pferd bereit gelernt hat, an der rampe vorbeizulaufen, dann kann man den Hänger vor das Staltorschieben, die Rampe in den Stall aufgehenlassen und das pferd so verladen. mindestens sollte der Hänger so stehen, dass er mit einer Lägsseite an der Wand steht, damit das Pferd dort nicht ausweichen kann. Wenn man keine Wand hat und auch kein Stalltor, dann kann man sich mit zwei Longen behelfen, die dem pferd den Weg in den Hänger weisen. man macht sie links und rechts möglichst hoch am hänger fest und kreuzt sie hinter dem Pferd oberhalb des Sprunggelenkes. Dann kann man mittels Druck/Zugaufbau, das Pferd veranlassen in den hänger zu gehen. Dazu muss man zu dritt sein und vorsichtig. Wenn sich ein pferd sehr aufregt, kann es bei diesem vorgehen steiegn und sich weil die RAmpe schräg ist überschlagen. Diese Art wende ich nur bei Pferde an, die sich nicht aufregen, sondern stur sind. Dann bin ich halt sturer. Gut ist es auch, wenn eine person immer wieder den vorderhuf auf die Rampe setzt. Damit ist schon mal die Richtung angesagt. es gibt aber auch pferde, wie meinen Schimmel, die zwar auf den hänger gehn, dort sich aber schrecklich aufregen. Mein Schimmel fängt an zu schwitzen, dass wir direkt eine Lache auf dem Boden stehen haben und das alles in ein paar Minuten. dann sollte man sich fargen, ob es tatsächlich sein muss. Der Schimmel startet nur noch auf Turneren, zu denen wir hinreiten können. Er kam mit dem Taruma schon zu mir und wir haben wirklich alles versucht, er hat einfach Panik. Der zweite Punkt, den man bedenken muss, ist das Entladen. Bitte bringt euren Pferden vorher das rückwärtsgehen bei. Wir hatten einmal den kuriosen Fall, rein in den Hänger kein problem, es war noch ein alter Einpferdehänger. dann wollte bzw konnte das pferd aber nicht mehr heraus. Umdrehen ging auch nicht. Verladen, wenn es nicht funktioniert kann ich jederzeit abbrechen, abladen eher nicht. Wir haben einen geschlagenen Nachmittag gebraucht, bis wir den kerle wieder draußen hatten.

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