Was ist wichtiger: Bewegungsfluss oder Bewegungsrhythmus?

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Das kommt ganz darauf an, was man jeweils darunter versteht. Das zeigt sich nirgendwo so deutlich, wie beim Begriff „Rhythmus“. Hierzu definierte der Sportpädagoge Hanebuth: „Der Rhythmus ist als kosmisches Phänomen ein Unendliches und überall Gegenwärtiges“. Gegenüber dieser Definition findet man brauchbarere Definitionen, bei denen man jedoch mindestens zwei Fälle unterscheiden muss. 1. Der „äußere“ Bewegungsrhythmus ist die räumliche und zeitliche Gliederung einer Bewegung, so wie sie sich dem Zuschauer präsentiert. 2. Beim „inneren“ Bewegungsrhythmus spielt neben der räumlichen und zeitlichen Gliederung besonders die Abfolge der Krafteinsätze eine Rolle, die nur derjenige erlebt, der die Bewegung ausführt, nicht aber derjenige, der die Bewegung anschaut. Ähnliches kann man beim Bewegungsfluss feststellen. Auch hier kann der Zuschauer einen anderen Eindruck von einer Bewegung gewinnen, als der Ausführende. Beides, den Fluss und den Rhythmus einer Bewegung, kann man nicht gegeneinander abwägen, weil sie sich gegenseitig beeinflussen. Fehlt einer Bewegung der fließende Charakter, wird man sie nicht rhythmisch nennen können und umgekehrt. Jede sportliche Bewegung, zyklische (wie Ragfahren, Laufen und Schwimmen) wie auch azyklische (wie z.B. der Diskuswurf) zeigt eine für sie charakteristische Rhythmik, die man unter Berücksichtigung der körperlichen Bedingungen anstreben muss, wenn die Bewegung optimal gelingen soll. Das gilt ebenso für den Fluss.

Schöne Antwort, danke.

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Der Diskuswurf ist ein etwas ungünstiges Beispiel, da hier die Technik und der Kraftakt entscheidend ist. Beim Schwimmen, Radfahren oder anderen Ausdauersportarten ist ein gleichmäßiger Bewegunsgfluß sehr wichtig um Effizient zu sein. Der Rhytmus ergibt sich dann aus deiner Schlagzahl bzw. Trittfrequenz die du nach Belieben und Ausdauer selbst bestimmst.

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