Was ist eine Vorbelastung und wann sollte sie gemacht werden?

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Eine Vorbelastung ist - wie man aus der Bezeichnung entnehmen kann – eine Belastung vor der eigentlichen (Haupt-) Leistungserbringung. Nehmen wir an, Du willst wettkampfmäßig einen 100m-Sprint absolvieren, dann können einige Kurzsprints kurz vor dem Wettkampf eine solche Vorbelastung darstellen. Oder aber Du willst den Brustmuskel durch Bankdrücken trainieren, dann kann man den Brustmuskel vorher dadurch vorbelasten, dass man die Handflächen vor der Brust einige Mal fest zusammendrückt. Ob und was das für die Hauptbelastung bringt, wird konträr diskutiert. Neben diesen geplanten Vorbelastungen gibt es auch ungewollte, zwangsläufige bzw. nicht vermeidbare Vorbelastungen. Wenn Du beispielsweise durch Klimmzüge den Latissimus trainierst und anschließend mit der Langhantel Armbeugen für den Bizeps machst, ist der Bizeps durch die Klimmzüge schon vorbelastet und es ist zu überlegen, ob man die Armbeugen nicht besser vor den Klimmzügen ausgeführt hätte. Beides hat Vor- und Nachteile. Um solche ungewollten Vorbelastungen zu vermeiden, versucht man im Krafttraining, den Zielmuskel möglichst isoliert zu trainieren, einerseits um andere später noch zu trainierende Muskeln nicht schon vorzubelasten, andererseits, um den Erfolg einer Übung nicht davon abhängig zumachen, dass sich ein unbemerkt vorbelasteter Muskel zu früh verabschiedet und der Zielmuskel nicht mehr die Belastung erfährt, die er benötigt.

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