Was ist eine "offene Tür" beim Klettern?

2 Antworten

Wenn der Kletterer im senkrechten oder überhängenden Gelände die Füße seitlich der Griffe hat und eine Hand losläßt, dann dreht es ihn oft seitlich heraus, ähnlich wie eine schief in den Angeln hängende Tür.

Stellt man sich vor, dass bei einer geschlossenen Tür vier Punkte (zwei Hände, zwei Füße) Kontakt zur Wand haben, so ist der Schluss recht einleuchtend: Nimmt man eine Hand weg, z.B. rechts und löst sich dann auch der rechte Fuß den Gesetzen der Schwerkraft folgend, weil der Körperschwerpunkt nicht über der Standfläche ist, hängt man wie eine offene Tür nur noch an den Schanieren und steht in den Raum hinein.

Lösungen sind eine Stabilisierung durch Eindrehen, Hakeln, Hooken oder Tritwechsel.

gut erklärt, leuchtet auch einem Nichtkletterer wie mir ein ;-) Was ist denn eigentlich Eindrehen, Hakeln oder Hooken?

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@stanley

Hakeln und Hooken sind Tritttechniken. Beim Hakeln klemmt man die Zehenoberseite unter einen Griff/eine Kante, was eine Zugbelastung ermöglicht. Beim Hooken findet die Belastung durch die Ferse statt - als dritte Hand. Beim Eindrehen stabilisiert man den Körper, indem man versucht, den Körperschwerpunkt nah an die Wand zu bringen; der rechte Fuß sucht dann Wandkontakt links vom linken Fuß, man hat dann die Körperseite an der Wand.

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