Was ist ein Fahrtziel?

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1 Antwort

Hallo Sportbiene, bei dem von dir irrtümlich falsch gehörten Wort Fahrtziel handelt es sich offensichtlich um das Wort Fahrtenspiel. Ich habe die folgende Ausführung der Einfachheit halber (oder besser gesagt, weil ich zu faul bin es hinreichend zu erklären, von einer anderen Internetseite kopiert):

Das Fahrtspiel (Fartlek) wurde als Trainingsmethode in den 30er Jahren in Schweden entwickelt. Das Fahrtspiel besteht aus Laufen über verschiedene Strecken (bergauf, bergab, in flachem Gelände, auf Asphalt, auf weichem Boden usw.) mit unterschiedlichen Intensitäten. Die Unregelmäßigkeiten der Strecke sind bei dieser Trainingsform eine sehr willkommene Abwechslung. Das Fahrtspiel kann man sehr gut mit dem Crosslauf kombinieren. Über die Dauer und die Intensität des Trainings und seine Einteilung gibt es keine genauen Vorgaben: Der Läufer richtet sich in erster Linie nach seinem Körpergefühl. Es gibt kein vorgeschriebenes Trainingspensum, keine einzuhaltende Trainingsvorgabe mit einer exakten Zahl von Tempoläufen in vorgegebener Länge und Laufzeit, wie dies z.B. beim Intervalltraining und bei Tempodauerläufen der Fall ist. Nach einer Einlaufphase (von etwa 15 Minuten) werden unterschiedlich lange Abschnitte abwechselnd schneller oder lansamer gelaufen. Es wird nach Lust und Laune mal flotter und mal ruhiger gelaufen - es ist ein Spiel mit der Geschwindigkeit. Das Lauftempo bei den flotten Abschnitten reicht vom zügigen Dauerlauf bis zum Sprint. Zwischen den intensiven Abschnitten wird zur Erholung langsam gejoggt oder getrabt. An Anstiegen kann beschleunigt werden, bergab kann langsam gejoggt werden. Schnelle Passagen auf Asphalt können mit kräfteraubenden Abschnitten durch Sand, Matsch oder Tiefschnee kombiniert werden. Dazwischen können Passagen sehr langsamen Laufens eingeschaltet werden. Hierbei handelt es sich dann um ein Crossfahrtspiel. (siehe Crosslauf) Das Training wird beim Fahrtspiel weniger von der Stoppuhr kontrolliert, sondern ist ein lustbetontes Spiel mit dem Gelände und dem Tempo. Beim Fahrtspiel ist das Verhältnis zwischen intensivem und regenerativem Laufen von besonderer Bedeutung: Wenn man übertreibt und zu viele intensive Teilstrecken zu dicht nacheinander läuft, kann das Fahrtspiel äußerst anstrengend werden. Es kommt auf die richtige Dosierung an und darauf in seinen Körper hineinzuhören. Je nach Ziel und Leistungsfähigkeit kann das Fahrtspiel 30 bis 90 Minuten dauern. Ziel des Trainings ist, die verschiedenen Muskelgruppen auf unterschiedliche Weise zu belasten, um einen gesamten Trainingseffekt zu erreichen. Beim Fahrtspiel wird vor allem die Fähigkeit entwickelt, ein hohes Tempo über mehrere Minuten einzuhalten.

So wird´s gemacht Beim Fahrtspiel muss sich der Läufer, wie bei jeder Trainingseinheit, die ein hohes Tempo anspricht, ausreichend einlaufen. Die ersten Tempobelastungen im Fahrtspiel sollten leichte Steigerungen sein, das heisst Läufe über 50 bis 100 Meter Länge, bei denen das Tempo kontinuierlich bis zum Sprint gesteigert wird. Nach einer ausreichenden Trabpause empfiehlt sich zum "Einrollen" ein längerer Abschnitt in zügigem Tempo, bevor die ganz schnellen Belastungen absolviert werden. Ein Lauf in vollem Tempo sollte nie länger als ca. 200 Meter sein und unbedingt mit einer Trabpause bis zur völligen Erholung nachbereitet werden. Nach einigen kurzen und schnellen Abschnitten mit Erholungspausen sollte man wieder ein oder zwei zügige, aber längere Teilstrecken einbauen. Zum Abschluss des Fahrtspiels bietet es sich an, noch einmal einige Steigerungen zu absolvieren. Beim Auslaufen unbedingt auf ein betont langsames Tempo achten.

Für wen ist Fahrtspiel sinnvoll? Das Fahrtspiel ist eine Trainingsmethode für Läufer, die dreimal und mehr pro Woche laufen. Laufanfänger sollten nach dem Prinzip trainieren: Erst die Ausdauer verbessern, dann die Schnelligkeit. Nur wer eine Stunde am Stück laufen kann, sollte an ein Fahrtspiel denken. Wer dreimal pro Woche läuft, sollte dabei einmal "mit Fahrtspielen". Wer fünf bis siebenmal pro Woche läuft, kann zweimal wöchentlich ein Fahrtspiel ins Training integrieren. Fahrtspiel und Tempoläufe auf der Bahn schließen sich nicht aus. Eine wöchentliche Kombination ist sogar ideal. (Vorsicht: genügend Regenerationstage zwischen beiden Tempoeinheiten einplanen).

Ich denke, das erklärts ganz gut. Wenn du noch Fragen hast, nur drauf los ;)

Bin beim Stöbern auf folgenden interessanten Link gestoßen: http://www.spiridon-frankfurt.de/index5.htm Hab gerade keine Zeit ihn mir genauer anzusehen, aber vielleicht interessiert es hier ja noch wen :)

Liebe/r fjmu0951, bitte achte in Zukunft darauf die Quelle anzugeben, wenn Du zitierst. Die Beachtung der Urheberrechte ist uns wichtig. Vielleicht kannst Du diesbezüglich noch einmal in unsere Richtlinien unter http://www.gutefrage.net/policy schauen.

Vielen Dank für Dein Verständnis.

Herzliche Grüße Nina vom sportlerfrage.net-Support

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