Was ist die optimale Handhaltung beim Kraulschwimmen?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ich möchte für die Beantwortung etwas weiter ausholen: die Handhaltung ist relativ eindeutig mit der Handfläche nach außen und den Daumen und Zeigefinger zuerst in das Wasser - eine flache Hand zieht deutlich mehr Luft mit in das Wasser und verleitet außerdem dazu, daß man sich im Wasser "aufstützt", also die Armbewegung nach unten macht statt seitlich nach hinten mit hohem Ellbogen. Der Arm soll gestreckt sein - ja und nein, natürlich gestreckt und nicht abgewinkelt, aber nicht durchstrecken, weil damit auch der Oberkörper in ein leichtes Hohlkreuz gedrückt wird und meist die Streckrichtung leicht nach oben geht. Somit taucht auch die Hand nicht vor dem Ellbogen und der Schulter in das Wasser und die Verdrängungsrichtung vom Wasser beim Eintauchen geht nach vorne - gar nicht gut. Wirklich wichtig beim Eintauchen ist das Strecken vom Arm zum Oberkörper, die Eintauchbewegung zieht den Oberkörper ein Stück mit über das Wasser (ein leichtes seitliches Ziehen von der Schulter zur Lendenwirbelsäule): Den Arm nach vorne strecken, aber mit leicht abgewinkelten, hohen Ellbogen, während der Oberkörper mitgezogen wird. Mit dieser Bewegung kann man auch gleich in den Armzug mit hohen Ellbogen reingehen und verliert dabei keine Geschwindigkeit, für Langstreckenschwimmer bzw. je nach persönlichen Stil kann man sich auch im Wasser noch ganz strecken, solange der Armzug nicht nach unten sondern seitlich nach hinten (mit hohem Ellbogen) beginnt.

Ich habe mal ein wenig die Literatur gewälzt und folgendes gefunden:

"Das Eintauchen der Hand erfolg deutlich vor der Schulter mit nicht ganz gestrecktem Arm...die Fingerspitzen tauchen zuerst ein... Das endgültige Strecken erfolgt unter Wasser, bei gleichzeitigem Vorstrecken der Schulter und leichter Überstreckung der Hand."

D.h. die Handhaltung ist spätestens bei der Streckung unter Wasser paralell zur Wasseroberfläche.

Hier noch ein Videolink wo ee am Beispiel Popovs erklärt wird.

http://www.youtube.com/watch?v=CIzBaSiWdRA

Die Beschreibung mag so richtig sein, aber ganz wichtig ist es eigentlich, den Arm schon über Wasser so gut wie möglich zu strecken und erst im letzten Moment einzutauchen, aus dem einfachen Grund, dass das Wasser mehr Widerstand bedeutet und dadurch jedes Körperteil was sich im Wasser befindet mehr Arbeit bedeutet. Und wenn man den Arm unter Wasser auch noch vorwärts bewegt, ist das ja zusätzlich kontraproduktiv. Man muss da so ein Bisschen das Mittelmaß finden, in dem Video ist das sehr gut zu sehen, dass er den Arm wirklich im letzten Moment erst eintaucht und unter Wasser nur die letzten Millimeter zuende streckt/nach vorne bewegt. Und um noch einmal zu der Frage zurück zu kommen, ich denke die Haltung der Hand ist im Prinzip egal, solange die Hand über Wasser ist, da der Luftwiderstand nur sehr gering ist. Wenn die Hand eintaucht sollte sie, wie oben beschrieben wurde, möglichst parallel, vielleicht mit der Handfläche leicht nach außen geneigt sein, damit du sie nicht mehr stark drehen musst um den Armzug nach hinten durchzuführen.

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