Was ist der Kollodiaphysenwinkel?

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Das ist der sogenannte Schenkelhalswinkel. Zieht man eine gerade Linie durch die Mitte des Oberschenkelhalses und durch die Mitte des Oberschenkelschaftes, so bildet sich ein Winkel. Dieser Winkel wird Schenkelhalswinkel genannt. In der Fachsprache wird er häufig abgekürzt als CCD-Winkel, das bedeutet Centrum-Collum-Diaphysen-Winkel. Der Begriff setzt sich aus lateinischen Ableitungen zusammen: Centrum bedeutet Mitte, Collum - Hals und die Diaphyse ist das Mittelstück der langen Knochen.

Der Schenkelhalswinkel ist bei Erwachsenen und Kindern unterschiedlich. Bei Neugeborenen ist es deutlich größer und beträgt etwa 150 Grad. Mit zunehmendem Alter wird der Winkel dann kleiner. Mit 14 Jahren liegt er noch bei etwa 125 bis 130 Grad. Beim Erwachsenen finden sich durchschnittlich 125 Grad und beim alten Menschen ist der Winkel um 115 Grad.

Bei einem krankhaft veränderten Winkel muss der Schenkelhals deutlich mehr Druck und Scherkräfte aushalten. Der große Rollhügel tritt häufig stark hervor. Bei Stürzen auf die Seite ist auch der normal entwickelte Schenkelhals besonders verletzbar. Da bei älteren Menschen der Knochen zudem dünner und brüchiger ist, als bei Kindern und Erwachsenen, ist er häufiger von Brüchen betroffen. Der Oberschenkelhals muss das gesamte Gewicht der oberen Körperpartie auf die Beine übertragen. Darum sind Veränderungen des Oberschenkelhalses ernstzunehmende Erkrankungen, die möglichst früh erkannt werden sollten, um noch schlimmere Folgen zu verhindern.

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