Was ist denn die „Saltin-“ oder „Schwedendiät“?

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1 Antwort

Hallo, erst einmal soviel dazu. Diese Form der Ernährung wurde gewählt, um die Leistungsfähigkeit für den Wettkampf zu erhöhen. Viele Ausdauersportler verwenden auch den Begriff des „Kohlenhydratloading“. Dieses „Kohlenhydrat Laden“ soll die Speicherkapazität der Leber und der Muskeln für Kohlenhydrate über den Normalwert hinaus steigern. Der Sportler kann dadurch intensiven Dauerbelastungen länger standhalten. Die „alte“, klassische Form des Kohlenhydratloadings ist als „Saltin-„ oder „Schwedendiät“ bekannt. Diese ist weitgehenst überholt. So, und so sieht das Kohlenhydratloading heute aus: Nach intensiver Trainingseinheit wird die Belastung reduziert und der „normale“ Kohlenhydratanteil zunächst beibehalten. Dann steigt man ca. drei Tage vor dem Wettkampf auf eine sehr kohlenhydratreiche Kost um. Die Speicher sind dann ebenso mit Kohlenhydraten voll gepumpt und „wettkampfbereit“. Aufgrund des hohen Nährstoffgehalts werden dafür zum Beispiel Brot, Getreideflocken, Kartoffeln oder Nudeln empfohlen.

Und so sah die heute überholte Schwedendiät: Ausdauertraining (zwei- bis dreistündige erschöpfende Belastung) und gleichzeitig
verminderte Kohlenhydratzufuhr sollten eine Woche vor dem Wettkampf die Glykogenvorräte entleeren. Dann folgten drei Eiweiß-Fett-Tage, an denen nur Lebensmittel wie Fleisch, Fisch, Eier, Butter, Käse, Oliven, Avocados, Rapsöl, etc. gegessen werden sollte. Das Ausdauertraining wurde weitergeführt, damit sich der Glykogenspeicher vollständig leert. Stimmte aber nicht. In den letzten zwei bis drei Tagen vor dem Wettkampf wurde der Kohlenhydratanteil drastisch erhöht und nur noch leicht trainiert. Damit sollten die Glykogenvorräte weit über das ursprüngliche Ausgangsniveau hinaus wieder aufgefüllt werden.

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