Was ist das Besondere am Sandsteinklettern?

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3 Antworten

Sandsteinklettern ist von der Kletterbewegung her sicher am angenehmsten. Schmerzhafte Fingerlöcher gibt es unterhalb des achten Grades definitiv nicht.

Wenn Du nicht Hakenabstände hast wie in den Nordvogesen, dann erfordert das Sichern eine erhebliche Routine. Schuppen, hinter die man selbst im Kalk noch einen "bombigen" Friend schieben kann, fliegen im Sandstein davon, wenn Du Dich nur hineinsetzt. Das Gestein ist so weich, dass im Sandstein nur sehr große Keile und Friends halten (Pfalz) oder Keile und Friends ganz verboten sind (Elbsandstein) und man auf Knotenschlingen angewiesen ist. Nasser Sandstein ist noch fragiler.

Das schönste Gebiet ist unzweifelhaft das Elbsandstein. Wenn Du da abre noch nie warst, musst Du Dir für den Anfang einen Eingeborenen suchen. Manche trauen dem ganzen Schlingenzeug nie.

Sandstein kann extrem vielfältig sein. Von sehr weich bis ziemlich hart kann alles geboten sein. Elbsandstein und Pfalz sind die bekanntesten Gebiete in Deutschland. Gut gefallen hat mir beispielsweise auch das Buntsandsteingebiet in Heubach (Odenwald). Aber mal über den deutschen Horizont hinausgeblickt gibts natürlich weltweit gute Sandsteingebiete wie beispielsweise Indian Creek in Utah: http://home.att.net/~stacy.bender/Indian_Creek.html oder mehrere Gebiete in Südafrika.

Sandsteinklettern ist klettern nur in Sachsen und Boehmen - es ist besondere mit klettern OHNE magnesium und weil sicherung ist nur mit Schlingen. Andere Gebiete - Sudafrika, Utah,... - sind nur Sportklettern an Sandstein.

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