Was hat es mit dem Gyroball im Baseball auf sich

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Der Gyroball gilt vor allem in Baseball-Kreisen als sagenumwobene Wurftechnik: ein Mix aus dem bis zu 150 km/h schnellen, gerade geworfenen Fastball, gepaart mit einem hinterhältigen Drall. Der Albtraum eines jeden Spielers am Schlagmal. Richtig ausgeführt ist er einfach nicht zu treffen. So er denn existiert. Produkt japanischer Ingenieurskunst Der Gyroball (aus dem griechischen Gyro für Kreisel, Anm.) ist kein Verdienst eines begnadeten Werfers, sondern ist das Ergebnis japanischer Ingenieurskunst und wurde am Computer entwickelt. Die beiden Erfinder Ryutaro Himeno und Kazushi Tezuka hatten die Idee, ein einfaches Prinzip bei einem Baseball-Wurf anzuwenden. Das Geheimnis dahinter nennt sich Rotation, denn was sich dreht, fliegt länger und wird daher unberechenbarer. In Simulationen zeigten die beiden Wissenschaftler, wie ein motorisch begabter Pitcher einen Baseball werfen muss, um die notwendige Pistolenkugel-ähnliche Drehung zu erzielen.

Im sportlichen Sinn wäre das am ehesten zu vergleichen mit dem perfekten Spin eines von einem Quarterback geworfenen Footballs. In einem Buch, das frei übersetzt "Das Geheimnis des magischen Wurfs" heißt, versuchten die beiden Japaner auch anhand von Grafiken und einer Unzahl an mathematischen Formeln zu erklären, wie der Gyroball funktioniert.

Während laut Angaben von Tezuka in Japan angeblich bereits 20 Spieler den Wurf in ihrem Repertoire haben, tappen die USA in dieser Richtung noch völlig im Dunkeln. Der Gyroball ist noch ein unbeschriebenes Blatt. (vgl. http://sport.orf.at/070626-11082/) Man weiss also nicht wirklich ob es überhaupt jemanden gibt, der diesen Wurf wirklich beherrsscht. Der japanische Pitcher Daisuke Matsuzaka soll den Wurf beherrschen.Bewiesen ist es aber wohl noch nicht

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