Was gibt es für Grundsätze beim Freiwassertraining fürs Triathlon?

2 Antworten

Zu der Antwort von Ausdauerteam möchte ich ich hinzufügen, dass im Training auch mal ohne Neoprenanzug bei niedrigen Wassertemperaturen geschwommen werden sollte. Also unter 17° C zur Gewöhnung und Anpassung. Außerdem ist der psychologische Aspekt wichtig wenn man im Wettkampf von diesen Bedingungen überrascht wird, dann aber nicht geschockt ist. Die Freiwasserschwimmer müssen bei solchen Temperaturen ohne Neoprenanzug schwimmen. Weiter viel Erfolg wünscht der Wostrafan.

Es gibt ein paar typische Probleme beim Schwimmen im Freiwasser. Deshalb ist es auch so wichtig, im Freiwasser zu trainieren, damit man damit nicht erst beim Wettkampf konfrontiert wird.

Orientierung

In der Schwimmhalle kann man sich beim Crawl-Schwimmen am Boden orientieren. Meist ist der Boden gefliest, du siehst die Linien der Fugen und schwimmst automatisch geradeaus. Im Freiwasser sieht man meist keinen Boden unter sich und kommt schnell mal vom Kurs ab. Beim Atmen zur Seite kann man sich zwar am Ufer orientieren, das reicht aber meist nicht aus. Wenn du einen kurzen Atemrythmus wählst, z.B. drei Armzüge und dann Atmen, dann solltest du bei jedem zweiten oder dritten Atemzug einen kurzen Blick nach vorn machen. Dazu musst du zwar den Kopf heben und das geht auf Kosten der Wasserlage, aber das ist immer noch besser, als im Kreis zu schwimmen.

Wellengang

Bei starkem Wellengang (im Meer) ist es hilfreich, wenn du zu beiden Seiten gleich gut atmen kannst. Dann kannst du immer auf der den Wellen abgewandten Seite einatmen. Es ist nicht so einfach, bei starken Wellen und bei Strömung zu schwimmen - wenn der Wettkampf im Meer stattfindet, solltest du das vorher üben.

Angst

Im offenen, tiefen Wasser zu schwimmen, das kann Angstattacken auslösen. Es ist typisch, dass man gerade im Wettkampf Angst bekommt. Man ist beim Start angespannt, meist gibt es ein ziemliches Gedränge und fast immer startet man mit einer viel zu hohen Geschwindigkeit. Wenn einem dann die Luft wegbleibt, dann kommt die Angst von ganz allein. Je mehr Erfahrung du mit dem Freiwasser hast, desto leichter bekommst du diese Angst in den Griff.

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