Was genau wird alles beim Fitten eines Golfschlägers gemacht?

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3 Antworten

Vorsichtigen Schätzungen zu Folge spielen nicht einmal die Hälfte der Golfer mit den richtigen Schlägern. Beim Golfschläger-Fitting geht es darum, vor dem Kauf die genauen Spezifikationen der richtigen Schläger zu bestimmen. Nachträglich sind die u.U. erforderlichen Korrekturen gar nicht oder nur mit großem Aufwand möglich. Nicht jeder Schlägerkopf läßt sich nachträglich verbiegen.

Folgende Parameter lassen sich anpassen:

A. Faktoren der Körpergröße 1. Winkel der Schwungebene und damit der Aufstellwinkel des Schlägers (Lie) 2. Die Länge der Schäfte 3. Griffstärke

B. Faktoren des Golfschwungs 1. Härte der Schäfte 2. Flexpunkt der Schäfte

Während A2 und A3 mit einem Zollstock bestimmt werden können, müssen A1, B1 und B2 durch die Analyse des Golfschwungs bestimmt werden. Zwar geben schon die Körpermaße Aufschluß über den nötigen Lie-Winkel. Gewißheit gibt aber nur ein Probeschwung, bei dem das Berühren des Bodens beim Durchschwung eine Markierung an der Unterseite des Schlägerkopfes hinterläßt, an dem der Lie-Winkel abzulesen ist. Diese Art von Fitting, also Körpermaße und Lie-Winkel-Bestimmung, sollte jeder Teaching-Pro durchführen können und wird auch von guten Golfshops gewissenhaft und kostenlos vorgenommen.

Bei der Analyse der Parameter B1 und B2 ist eine Videoanalyse und eine Kontrolle der Flugkurven erforderlich. Dies ist deutlich aufwendiger und kann nur an wenigen Orten durchgeführt werden. Auch fallen in der Regel Kosten hierfür an.

Ein solch aufwendiges Fitting unter Einbeziehung des Golfschwungs lohnt sich in der Regel nur bei Single-Handicapern. Für den normalen Amateur-Golfer wäre die statische Ermittlung der A-Faktoren schon ein riesiger Schritt zu besseren Golfschlägen.

Die oben gemachten Angaben beziehen sich auf Eisen. Bei Hölzern erfolgt das Fitting nur durch die Auswahl der Schäfte. Eine Lie-Winkel-Anpassung gibt es bei Hölzern nicht.

Mehr Informationen zum Thema gibt es hier:

http://www.golf-for-business.de/golfportal/golfschlaeger-fitting.php

Fitting lohnt bei jedem Schläger und macht eigentlich nur Sinn, wenn der ganze Satz aufeinander abgestimmt wird. Im Prinzip genügt ein Fitting nach geometrischen Daten. Dynamisches Fitting bei Normalgolfern bis Hcp. 5 ist Unsinn, da der Schwung weder konstant noch die Körperhaltung gleichmäßig ist. Gute Tipps gibt es bei http://www.golfhaus.de

Es ist Unfug zu behaupten, dass ein Fitting nach geometrischen Daten ausreichend ist. Dabei wird die Dynamik des Schwungs nicht berücksichtigt. Gleich welches HC - man sollte sich nur an Fitter wenden welche dynamisch fitten. Daher macht auch ein online Fitting keinen Sinn.

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