Was genau macht Laktat in meine Muskeln?

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3 Antworten

Als Lactat bezeichnet man die Salze in der Milchsäure. Im menschlichen Körper befindet sich überwiegend das Natriumlactat welches hauptsächlich in der Skelettmuskulatur gebildet wird. Ganz vereinfacht ausgedrückt wird bei einer Muskelbelastung Lactat gebildet und gleichzeitig über die Sauerstoffaufnahme des Körpers direkt wieder elemeniert. Wird die Belastung nun stetig erhöht, so kommt irgendwann der Punkt wo der Muskel nicht mehr genügend Sauerstoff aufnehmen kann um das Lactat wieder abzubauen. Es kommt hier also zu einem Lactatüberschuß in der Muskulatur, der den Muskel übersäuert und somit zu einem Leistungsknick führt. Der Muskel ist an dem Punk nicht mehr richtig Leistungsfähig. Auf Grund dessen machen viele Leistungssportler auch einen Laktatstufentest um festzustellen bei welcher Belastung/Pulsfrequenz sich die Lactatschwelle befindet. Näheres zum Lactat kannst du auch im unteren Link einlesen.

Quelle: Wikipedia

http://de.wikipedia.org/wiki/Laktat

Solch eine Frage habe ich vor kurzem schon einmal beantwortet. Hier noch mal der Text:

Laktat ist einfach ausgedrückt ein Salz der Milchsäure, daher auch der geläufige Ausdruck das ein Sportler "übersäuert" ist, wenn er nicht mehr weiter Laufen, Radfahren, etc. kann.

Der Laktatwert im Blut ist das Ergebnis einer kontinuierlichen Produktion und Beseitigung des Laktats im ganzen Körper. Bei einigen Sportarten können Lactatwerte von über 30 mmol/l entstehen.

Unser Körper produziert pro Stunde etwa 0,7-1,3 mmol Laktat (z. B.in den Skelettmuskeln und im Gehirn). Dies erklärt auch den ständigen Ruhelactatwert um 1 mmol/l.

In Ruhe bzw. bei sitzender Tätigkeit wird die benötigte Energie zu etwa 75% aus Fetten und nur zu 25% aus Kohlenhydraten gewonnen, da Fette mit 9,3 Kcal/g einen höheren Energiegehalt als Kohlenhydrate mit 4,1 Kcal/g haben.

Bei steigender Belastung treten Fette als Energieträger in den Hintergrund und der Körper greift zunehmend auf Kohlenhydrate (Glucose) zurück.

Da aber bei steigender Belastung die Atmung den Energiebedarf nicht mehr komplett mit Sauerstoff abdecken kann, steigt der Anteil der anaeroben Energiegewinnung. In der Folge wird Glucose nicht mehr vollständig verbrannt, als Abfallprodukt entsteht Laktat und der Blutlaktatwert steigt.

Das Laktat wird bereits während der körperlichen Belastung wieder beseitigt. Dabei wird es etwa zur Hälfte in der aktiven Skelettmuskulatur (beim Läufer sind das ca. 70 Prozent!) und zu je 15 Prozent in der inaktiven Skelettmuskulatur und der Herzmuskulatur sowie von der Leber wieder zu Glucose aufgebaut (Gluconeogenese). Das schafft der Körper jedoch nur unter Verwendung von ATP ("Weichmacher" der Skelettmuskulatur) und Einsatz von Energie. Doch beides benötigt auch der Skelettmuskel um arbeiten zu können. Das ATP fehlt dem Skelettmuskel zudem als "Weichmacher".

Mit steigender Belastungsintensität erhöht sich auch der Laktatanteil im Blut. Ab einer bestimmten Belastungsintensität häuft sich in der Muskulatur mehr Laktat an, als in der gleichen Zeit abgebaut werden kann. Die Muskulatur erschöpft und/oder verkrampft, der Sportler muss aufgeben und die Belastung einstellen.

Dieses Prinzip macht sich der Laktatstufentest zunutze.

Laktat wird gebildet, wenn die Belastung auf einer solchen hohen Intensität erfolgt, so dass es keine Berücksichtigung mehr von Sauerstoff mehr gibt.

Während vorher der Laktatabbau höher war als die Laktatbildung, war es für den Muskel kein Problem, die Belastung weiterzuführen. Wenn aber die Produktion höher ist, als der Abtransport, dann übersäuert die Muskulatur. Dadurch verkrampft sie und ermüdet, daher kommt es infolgedessen zu einem Belastungsabbruch durch Ermüdung.

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