Was für eine Membran sollte eine Wanderjacke haben, um wirklich wasserdicht zu sein?

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4 Antworten

Wirklich wasserdichte Membranen und gleichzeitig atmungsaktive Materialien gibt es nicht. Aber es gibt unterschiedliche Grade der Wasserdichtheit.

Bessere Membranden sind etwa Gore-Tex, Sympatex oder Texapore (Jack Wolfskin). Diese bieten je nach Modell 2.500 bis 4.500 mm Wassersäule und erfüllen damit locker die Norm der Wasserdichtheit, nämlich mehr als 1.500 mm Wassersäule.

Die Wassersäule gibt also an, ab welchen Wasserstand in einer Säule auf einer Standfläche von zehn Quadratmetern Wasser durch die Membran dringt. Das heißt, bei einer Wassersäule von 1.500 mm, ist der Druck des Wassers bei 1.500 mm so hoch, dass es durch die die Jacke dringt. Die Wassersäule gibt also den Wasserdruck an, dem die Membran stand halten kann.

Hier kann man also ableiten, dass die Membran hochwertiger ist, je größer der Wert der Wassersäule ist. Die von mir anfangs genannten Membran-Produkte liegen mit ihren Werten deutlich höher.

Da es bei stärkeren Regenschauern durchaus höhere Drücke entstehen können als bei der Mindestvoraussetzung 1.500 mm, kann auch durch eine als wasserdicht deklarierte Jacke Wasser dringen. Das wäre wahrscheinlich bei der Jacke, die Du gesehen hast und vom Hersteller "nur für kurze Wanderung" empfohlen wird, der Fall.

Wenn Du sicher gehen möchtest, solltest Du eine Jacke wählen, die eine höhere Wassersäule bietet. Bei guten Modellen gibt es ein entsprechendes Datenblatt, bei einigen steht das sogar auf dem Etikett. Ansonsten kann ein guter Händler Auskunft darüber geben.

Bei den von mir genannten Namen ist der Wert so hoch, wie bereits von mir genannt, zwischen 2.500 und 4.000 mm, wobei der Preis in der Regel zunimmt, je höher der Wert ist.

Denn die Herausforderung für die Hersteller ist es, dennoch die Atmungsaktivität zu gewährleisten. Und je höher die Wassersäule, desto aufwändiger.

Für die Atmungsaktivität gibt es auch bestimmte Werte. Dazu habe ich vor einiger Zeit hier schon etwas geschrieben (Stichworte: MVTR- oder RET-Wert):

http://kuerzer.de/9Q5Cn69s9

pooky 27.11.2008, 11:52

ERGÄNZUNG: Einfachere Modelle haben im Gegensatz zu den von mir genannten Membranen auch keine verschweißten Nähte. Dadurch kann auch hier Wasser durchdringen, unabhängig vom Wert der Wassersäule. Bei Gore-Tex, Sympatex oder Texapore sind verschweißte Nähte Teil des Konzeptes und somit auch vorhanden.

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wasserdicht ist nicht das einzig wichtige bei einer wander/outdoorjacke. genauso wichtig ist für mich die atmungsaktivität einer jacke.

hilft die beste wasserdichte jacke nix wenn du innen schwitzt wie ein irrer...

lieber ein paar euros für eine hochwertigere jacke ausgeben, du hast einfach länger spass daran.

hab neben einer mammut bzw. jack wolfskin auch eine von tchibo/eduscho... für gewisse zwecke reicht auch die billigere, jedoch wenns sportlicher wird stösst sie an ihre grenzen, was bei den beiden anderen zwar auch irgendwann der fall ist, aber doch erst merklich später.

Ich schwöre auf Jacken von North Face, die geben auch lebenslange Garantie. Im Gegensatz zu Jacken anderer Hersteller hatte ich mit North Face noch nie Probleme hinsichtlich Wasserdichtigkeit. Die paar Euros mehr zahlen sich wirklich aus.

rennradmeister 27.11.2008, 11:45

bei der wasserdichtheit kommt es aber nicht auf die marke, sondern auf die verwendete membran an, und hier wiederum auf den wassersäulenwert. auch north face hat jacken im angebot, die eine niedrige wassersäule haben und somit weniger wasserdicht sind. andererseits gibt es auch modelle, die eine doppelt so hohe wassersäule haben, dementsprechend aber teurer sind. blindes markenvertrauen bringt hier nichts. ich habe als rennradfahrer eine gore-tex-jacke mit 3.500 mm wassersäule und fahre rad-marathons über sechs sieben stunden, trocken.

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pooky 27.11.2008, 11:54

Zumal North Face wie fast alle anderen Hersteller keine eigenen Membranen produziert, sondern auf Fremdhersteller zurückgreift, etwa Gore-Tex. Da ist es auch egal, ob man eine Jacke von North Face, Berghaus, Mammut oder Jack Wolfskin verwendet, es ist die Gore-Tex-Membran, die dicht hält, nicht die Jacke.

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hallo,

also ich muss jetzt erstmal etwas zu dem schreiben was dieser jemand unter mir geantwortet hat... es ist vollkommen richtig,das eine jacke ab einen druck von 1.500mm als wasserdicht gilt;aber eine wasserdichte membran wie zbsp die von gore tex beginnen erst ab einem wert von 20.000mm und haben dann teilweise das doppelte an atmungsaktivität also beginnend bei 40.000g/m2/24h und das ist eine menge! also von wegen beides geht nicht... es kommt auf die anzahl der lagen in der jacke an und ob sie macro- oder microporös ist auf die einsatzgebiete usw... es gibt auch nicht nur membranen,es gibt auch beschichtungen die in der jacke auf den oberstoff gebügelt werden und so auch einen wert von 22.000mm wassersäule kommen kann (bsp the north face) und nochwas,jack wolfskin jacken beginnen ab einen wert von 6000mm und habe einen beschichtung und ihre atmungsaktivität bei diesem wert liegt bei 9.000g/m2/24h und hat einen preis ab 160,00 euro, also nicht unbedingt viel wenn man was vernünftiges möchte.... atmungsaktivität bedeuet auch einfach nur wasserdampfdurchlässigkeit und wenn man schon normal zum starken schwitzen neigt kann das eine jacke auch nicht verhindern,nur dabei helfen den besagten wasserdampf schneller nach außen zu transportieren und zu trocken! auch ist es wichtig das richtige drunter zu tragen sonst bringt eine noch so hohe membran garnichts...also finger weg von dicken baumwoll pullis ;o)und her mit den funktionssachen für drunter... und wenn noch mehr fragen sind gehen sie doch einfach zum händler ihres vertrauns

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