Was bringt eine Pulsuhr beim Joggen?

5 Antworten

Wenn du dich auf einen Hm vorbereiten möchtest ist eine gute Pulsuhr (mit Brustkorbband) eine sinnvolle Investition. Die verschiedenen Bereiche der %MaxHf  helfen dir auf verschiedene Weise dich vorzubereiten.Es gibt fünf Herzfrequenzzonen, die alle verschiedene Effekte auf deinen Körper haben. Zunächst ist es sinnvoll festzustellen in welchem Bereich du trainieren willst/ solltest. Das hängt von deinem Trainingszustand und deinen Zielen, also in diesem Fall ein Hm zu laufen, ab. Ist dies festgestellt muss die MaxHf ermittelt werden. Dies ist nur in einem sehr belastenden Verfahren möglich und nur für erfahrene Sportler geeignet. Anfänger sollten sich hier nach der Faustformel 220- Lebensalter = MaxHf richten. Ich hoffe ich konnte dir helfen. Viel Erfolg bei deinem Halbmarathon.

 

Hallo liebe Jenny,

ich laufe auch mit Pulsuhr, weil ich dann die Kontrolle habe, dass ich im richtigen Pulsbereich laufe. Wenn mein Tag im Büro sehr hektisch war, laufe ich oft schneller oder manchmal sogar langsamer als mein subjektives Gefühl mir einreden will. Deshalb die Pulsuhr - so kann ich den Pulsbereich objektiv kontrollieren. Wenn Du für einen Halbmarathon trainieren willst, solltest Du auf eine langsame, aber beständige Leistungssteigerung achten, was die Pulsuhren auch mit aufzeichnen wie Tempo und Länge der Strecke. 

"Wenn mein Tag im Büro sehr hektisch war, laufe ich of schneller oder manchmal sogar langsamer als mein subjektives Gefühl mir einreden will. Deshalb die Pulsuhr - so kann ich den Pulsbereich objektiv kontrollieren"

Aber genau darum geht es doch. Wir Menschen sind Individuen und können nicht jeden Tag die gleiche Leistung vollbringen. Wenn man einmal schlecht drauf ist, muss man auch mal fünf  gerade sein lassen und sollte sich nicht mit aller Macht in "seinem" Pulsbereich, der eh umstritten ist, quälen. Andererseits, wenn mal gut drauf ist, warum sollte man nicht eine Schippe drauflegen? Hauptsache, man fühlt sich wohl, anstatt sich von einer Uhr fremdbestimmen zu lassen.

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Eine Pulsmessung während des Trainings ist bei medizinischen Indikationen ( zb. Herzerkrankungen ) und im Leistungssportbereich sinnvoll. Während im medizinischen Bereich über ein Belastungs EKG festgestellt wird welche Pulsfrequenz bei einer Erkrankung des Herz-Kreislaufsystemes beim Training noch vertretbar ist, macht die Pulsmessung im Leistungssportbereich an sich nur Sinn wenn die Anaerobe Schwelle bekannt ist.

Die anaerobe Schwelle sagt etwas über die Lactatbildung und den Lactatabbau im Körper aus. Bei Belastung des Muskels bildet sich vermehrt Lactat was bis zu einem gewissen Punkt 1:1 abgebaut wird. Die anaerobe Schwelle ist demnach der Belastungspunkt wo das Lactat nicht mehr 1:1 abgebaut werden kann und eine Lactatüberschuß im Muskel entsteht. Hier wird auch gerne der Begriff des "übersäuerte Muskels" benutzt.

An dem Punkt kann der Muskel nicht mehr mit genügend Sauerstoff versorgt werden, was dann zum Leistungseinbruch führt. Über einen Lactattest kann festgestellt werden bei welcher Pulsfrequenz dieser Lactatausgleich nicht mehr gegeben ist. Wenn du diese Pulsfrequenz kennst, dann macht es Sinn im Leistungssport den Puls als Messindikator mit einzubeziehen. So kannst du dein Training den einzelnen GA Bereichen ( Grundlagenausdauerbereichen ) anpassen und eine optimale Leistungsverbesserung anvisieren.

Nun spricht natürlich nichts dagegen den Pulsmesser zu nutzen auch wenn die Lactatwerte nicht bekannt sind. So kannst du für dich den persönlichen Wohlfühlpuls beim Training feststellen, wobei das natürlich auch von der Tagesform und einigen anderen indivduellen Dingen abhängig ist. Der Pulsmesser kann also auch verwirren, weil du beim Training dann durchaus unterschiedliche Werte hast.

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