Was bewirkt die Einnahme von Kreatin?

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Kreatin ist grundsätzlich ein körpereigener Stoff und steckt vor allem in den Muskelzellen. Sein Job: Als Kreatinphosphat kann es blitzschnell quasi die Muskelbatterien aufladen.

Diese Batterie funktioniert in Form des so genannten ATP (Adenosintriphosphat). ATP ist der Haupttreibstoff für unsere Zellen. Wird für Muskelarbeit Energie gebraucht, spaltet das ATP eine seiner drei Phosphatgruppen ab: Es wird zum ADP (Adenosindiphosphat, welches nur noch zwei Phospatgruppen besitzt): Dabei wird Energie frei, die der Muskel zur Bewegung nutzen kann.

Allerdings reichen diese Energiereserven bei maximaler Belastung nur für wenige Sekunden. Bevor der Körper auf andere Wege der Energiegewinnung zurückgreift, kommt Kreatin ins Spiel. Als Kreatinphosphat kann es das „energiearme“ ADP wieder mit einer Phosphatgruppe zum „energiereichen“ ATP aufladen.

"Kreatin-Gaben erhöhen die Menge an Kreatinphosphat im Muskel. Dadurch kann die maximale Leistung länger aufrecht erhalten werden", erklärt Uwe Schröder vom Institut für Sporternährung in Bad Nauheim. Das gilt für kurze, hochintensive Belastungen. Der Muskel kann länger auf einem hohen Niveau arbeiten – ohne zu übersäuern. Davon profitieren vor allem Kraftsportler, die schnell Maximalleistungen in kurzer Zeit erbringen müssen; im Ausdauerbereich bringt es nichts, weil da die Energie anders gewonnen werden kann.

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