Was bedeutet bei Pulsuhren die Eigenschaft "wasserdicht"?

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Den Begriff "wasserdicht" gibt es im Grunde genommen in diesem Bereich gar nicht, weil jede Uhr ab einem bestimmten Druckwert nicht mehr wasserdicht ist. Viel wichtiger ist die Zahl, die in diesem Zusammenhang auf der Uhr steht.

Um die Uhr etwa zum Schwimmen zu nehmen, sollte sie eine Zahl von mindestens "100 m" aufweisen, denn hält sie 10 Bar Druck aus. Eine Uhr, die weniger Druck aushält, etwa "50 m", also fünf Bar, könnte also einen Wasserschaden erleiden, wenn man mit ihr schwimmen geht. Eine solche "Fünf-Bar-Uhr" eignet sich höchstens zum Duschen.

Uhren mit einem Wert von "30 m" oder drei Bar ist "wasserabweisend". Sie hält Wasserspritzer oder einen leichten Regenschauer aus. Selbst bei starkem Regen könnte hier schon Wasser eindringen.

Die Meterangabe, also "100 m", "50 m" oder "30 m" ist für den Nutzer irreführend, da man glauben könnte, dass man so tief tauchen dürfe. Allerdings handelt es sich hier um einen Laborwert, nämlich die Wassersäule. Diese bezieht sich immer auf den Druck auf zehn Quadratzentimeter. Es handelt sich hier also um ein hohes Gefäß mit dieser Standfläche, auf die der Wasserdruck wirkt.

In der Realität können aber höhere Drücke wirken, so dass man einen "100 Meter"-Wassersäulenwert auf keinen Fall problemlos eins zu eins auf eine Beckentiefe oder gar auf Meerestiefe übertragen kann.

Da Herzfrequenzuhren auch für Schwimmer und Triathleten gebaut werden, weisen sie in der Regel Werte von "100 m" auf, somit können sie auch beim Schwimmen verwendet werden. Allerdings sollte man sich durch einen Blick auf die Uhr und/oder Bedienungsanleitung vergewissern, dass es tatsächlich so ist.

Wichtig ist es auch, Uhren, bei denen der Selbstwechsel der Batterie durch den Nutzer nicht vorgesehen ist, bei Erfordernis zum Service zu schicken. Denn viele solcher Uhren müssen so verschlossen werden, dass innen ein Unterdruck entsteht. Dadurch wird der Deckel von innen angesogen, so dass dadurch eine zusätzliche Sicherheit entsteht. Außerdem muss peinlichst genau darauf geachtet werden, dass die teils filigrane Dichtung exakt wie vorgesehen liegt, damit die Uhr dicht hält.

Aus meiner Erfahrung kann ich nur berichten, dass man mit dem Gerät ruhig schwimmen gehen kann (rep. einen Triathlon bestreiten kann). Tauchen würde ich mit den Uhren eher nicht, dafür gibt es ja such spezielle Uhren. Die Frage ist noch, ob Du den Brustgurt auch nutzen möchtest. Dann kann ich Dir nur empfehlen diesen nach der Nutzung gut zu reinigen (besonders in Chlor- oder Salzwasser). Sportliche Grüße

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