Was bedeuten die bunten Linien beim Bahnradfahren?

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1 Antwort

Die rote Linie ist die "Sprinterlinie". Sie befindet sich 70 Meter rechts der schwarzen Linie und hat ihre Bedeutung im Sprintwettbewerben. Ein Fahrer, der links, also innerhalb des Kreises fährt, darf nicht links bzw. innen überholt werden. Andererseits darf ein Fahrer, der rechts der Linie, also außerhalb des Kreises fährt, einen Überholversuch von links nicht verhindern, indem er nach links schwenkt, es sei denn, er befindet sich gegenüber seienm Gegner mehr als eine Radlänge voraus.

Die schwarze Linie ist die "Messlinie" und markiert die offizielle Länge der Bahn. Meistens haben Radrennbahnen eine Länge von 333,333 Metern, es gibt aber auch viele mit 250 Metern (beispielsweise das Berliner Velodrom), andere haben 400, 450 oder gar nur 200 Meter.

Die blaue Linie ist die "Steherlinie". Sie erfüllt bei Steherrennen den selben Zweck wie die rote bei Sprinterwettbewerben. Im Zweier-Mannschaftsfahren trennt sie die ruhenden von den im Wettbewerb befindlichen Fahrern, das heißt, die ruhenden fahren rechts (außerhalb) der blauen Linie, während links (innen) das Rennen selbst gefahren wird. Die Steherlinie ist mindestens 2,50 Meter von der Innenbegrenzung der Bahn aufgebracht und markiert zwei Drittel der gesamten Fahrbahnbreite.

Dann gibt es noch drei Linien, die quer zur Bahn aufgebracht sind:

Die Funktion der Ziellinie dürfte klar sein, sie sie ist weiß mit einer dünnen schwarzen Linie in der Mitte.

200 Meter vor dem Ziel ist noch eine dünne weiße Linie, die eben diese letzten Meter markiert. Sie ist vor allem bei Sprintwettbewerben wichtig.

Dann gibt es noch zwei rote "Verfolgerlinien", die jeweils in der Mitte der beiden Geraden angebracht sind und Start und Ziel der Verfolgungswettbewerbe markieren.

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