Warum wird Bogenschießen so oft in der Rehabilitation eingesetzt?

2 Antworten

Das Bogenschiessen erfordert viel Disziplin, Ruhe und Konzentration. Auch sollte man den Kraftaufwand in der Rückenmuskulatur nicht unterschätzen. Ein guter Schuß ist immer das Ergebnis des Zusammenspiels von Geist und Körper (auch wenn das abgedroschen klingt). Zudem fördert es eine gute Körperhaltung, da Bogenschützen nur mit kerzengerader Haltung gute Ergebnisse schiessen.

Mein Sohn z.B. hat mit dem Bogenschiessen wegen Hand-/Augenkoordinationsproblemen angefangen und ist danach dabei geblieben. Es war eine Therapie die nicht nurgewirkt hat, sondern auch viel Spaß macht.

Mit dem Bogenschießen habe ich mich auch schon ein wenig befasst. Allerdigs nicht im Zuge einer Rehabilitation. Was ich dir aber dazu sagen kann ist, das im Zen-Buddhismus, der ursprünglich von Indien über China im 12. Jahrhundert nach Japan gebracht wurde, das Bogenschießen eine besondere Rolle spielte. Pfeil und Bogen spielen dabei eine Rolle als ein Instrument der Meditation, ein Werkzeug zur Bewusstseinsfindung und Konzentrationsübung. Bei den traditionellen Bogenschießarten ist seit alters her jede Bewegung genau vorgeschrieben, hat eine eigene Symbolkraft und ist auch ein kultischer Vorgang. Man fasst es hierbei nicht vorwiegend als körperliche Übung und als sportliches Können auf, sondern als geistige Übung. Es gibt Reha- Maßnahmen, wo mittels Bogenschießen versucht wird diesen "Bogen" vom sportlichen Bogenschießen bis zum Zen-(also meditativen)Bogenschießen zu spannen.

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