Warum sprechen Orthopäden nie die Ernährung an?

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1 Antwort

Hi,

ich denke, dass die Überschneidungen von Ernährungsfragen und orthopädischen Problemen relativ gering sind im Vergleich zu manch anderen Fachbereichen. Dass die Haltung der WS nachhaltig durch den Darm beeinflusst werden kann, wäre mir jetzt neu. Die Position der WS wird abgesehen von primären Entwicklungsstörungen (z.B. Skoliose) später hauptsächlich durch habituellen Mißbrauch (stundenlanges Sitzen, schlechte Körperhaltung, einseitiges Trainieren oder entspr. Arbeitsbelastungen usw) beeinflusst. Ernährung spielt in jungen Jahren bezügl. einer Rachitis eine Rolle und später wieder im Zusammenhang mit Osteoporose. Evtl. interessant sind noch Themenbereiche wie Nahrungsergänzungsmittel (z.B. Glucosamin usw. bei Knorpelproblematiken, das ist aber umstritten).

Ich würde die Quali eines Orthopäden nicht danach beurteilen, ob er eine Ernährungsberatung in die Behandlung einbezieht. Zum einen ist er dafür kein Facharzt, zum anderen ist leider die zur Verfugung stehende Zeit pro Patient bei eigtl. allen Ärzten viel zu knapp. Insofern allerdings gebe ich dir Recht, dass wenn Mehrbedarf an Informationen besteht, dieser im Rahmen einer normalen Konsultation i.d.R. nicht gedeckt werden kann. Ob das daran liegt, dass es den meisten Ärzten auf ein hohes Einkommen ankommt, was durch schnelles "Abarbeiten" von im Wartezimmer sitzenden Patienten gesichert werden soll, oder ob es notwendig ist, weil so viele dort warten, oder weil die Politik und das von ihr verantwortete Vergütungssystem so mangelhafte Zustände produziert, sei dahingestellt.

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