Warum reissen bei Tennisschlägern fast immer nur die Längssaiten?

3 Antworten

Das lässt sich am besten verstehen, wenn man sich die Schlägerposition beim Treffpunkt anschaut. Denn der Schläger ist das meit horizontal und wischt von unten nach oben (Topspin) oder umgekehrt (Slice). Damit sind die Längssaiten quer zu dieser Bewegungsrichtung und bekommen so die ganze Reibung ab. Der Ball verschiebt damit quasi nur die Längssaiten entöang der Quersaiten. Der Reibungspunkt ist damit bei den Längssaiten aber immer an einer Stelle, bei den Quersaiten ist es eher die ganze Reibfläche. Daher sind die Längssaiten meist eher durch.

Ich erkläre mir das so, dass beim Topspin eigentlich fast nur die Längssaiten verrutschen. Das heißt die Kraft beim Schlag bzw. Ballkontakt wird nicht voll auf die Längssaiten abgegeben, weil diese eben dem Widerstand etwas nachgeben. Dieses Verrutschen ist bei den Quersaiten fast nicht der Fall, und die Quersaiten bekommen die Schlagkräfte voll ab. Im Gegenteil die Last, welche auf den Längssaiten angreift wird durch deren Verrutschen als Reibung auf die Quersaiten abgegeben. Deshalb greifen die Schlagkräfte mehr auf den Quersaiten, wodurch diese auch eher reissen. Ich hoffe, das ist verständlich, bin kein großer Physiker ;-)

Die Längssaiten werden beim Schlagen erheblich mehr belastet, vor allem beim Topspin oder Slice. Die Längssaiten werden dauernd an den Quersaiten hin- und hergerieben, und scheuern langsam durch. Dieses Scheuern wird oft besonders deutlich, da man meist nur die Längssaiten immer wieder gerade richten muss.

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