Warum lassen die Sprinterteams oft Ausreißergruppen zu ?

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2 Antworten

Die Antwort liegt im WIndschatten. Eine Außreissergruppe kann sich niemals so viel Windschatten liefern, als dass ihre Kräfte nicht so schnell verschleißen wie die des Hauptfeldes. Die Fahrer im Hauptfeld sind so erfahren und so gut über Funk informiert, dass sie genau einschätzen können, wie weit sie so eine Ausreißergruppe losziehen lassen können. Um auf jede Attacke zu reagieren, würde das viel zu viel Unruhe ins Hauptfeld reinbringen, und somit Sturzgefahr. Lieber eine gut getimte SChlussatttacke, wobei genau kalkuliert ist, wie weit das Hauptfeld die Ausreißer vor dem Ziel wieder schnappt. Man sieht ja, dass das fast immer klappt...

Das ständige Einfangen von Ausreißern bringt nur Unruhe in die Gruppe und keine nennenswerten Vorteile.

Ein geschlossenes Peloton ist zumindest auf flachen Etappen aber effektiver. Durch das regelmäßige Wechseln der Spitze, die Zusammenarbeit der Mannschaften und das gleichmäßige Tempo ist die große Gruppe im Vorteil, was auch regelmäßig bewiesen wird, wenn die Ausreißer kurz vor dem Ziel wieder gestellt sind.

Die Spitzenfahrer der Teams und deren Helfer können sich gut in der Masse verstecken und somit ihre Kraftreserven schonen, etwa für einen Ziel- oder Zwischensprint. Würde man jedem Ausreißer hinterher springen, könnte das die Masse auseinanderreißen und der Vorteil wäre dahin.

Ausreißer haben gegenüber der großen Gruppe wirklich nur dann eine Chance, wenn sie sich frühzeitig genug absetzen können und auch so leistungsstark sind, dass das Peloton trotz seines generellen Vorteils nicht mehr hinterher kommt.

Ob es sinnvoll ist, im Peloton tatsächlich zusammenzuhalten, hängt auch von der Schwere des Rennens, der Zusammenstellung der Fahrer und der Topografie ab. Die Entscheidung darüber macht letztendlich die Taktik im Rennen aus und bestimmt mit, wer am Ende die Nase vorn hat.

Stimmt vollkommen!

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