Warum lässt sich (egal welche) Muskular nicht durch reine Anspannung trainieren?

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Eine höchst interessante und spannende Frage! Rein von der Idee her wäre es möglich, einen Muskel durch „reine Anspannung“ zu trainieren; denn den biologische Anreiz zum Muskelaufbau liefert die mechanische Spannung, die in Längsrichtung durch die Muskelfasern zieht. Aber:

  • Man kann einen einzelnen Muskeln nicht einfach so „anspannen“ (= zur Kontraktion anregen); denn dabei würde er sich zusammenziehen, die Stellung des beteiligten Gelenkes verändern und in einen kontrahierten Zustand gelangen, in dem er keine nennenswerte Kraft erzeugen würde. Es braucht zu der erzeugten Muskelspannung also eine „Gegenspannung“, die im üblichen Krafttraining durch ein äußeres Gewicht oder einen sonstigen Widerstand geliefert wird. Hier, beim „freien“ Anspannen, müsste zumindest der Gegenspiele mit anspannen, damit sich der Gelenkwinkel nicht verändert und sich im Zielmuskel die nötige Spannung aufbauen kann. Und damit fangen die Probleme an: Nehmen wir z.B. die Gruppe Armbeuger+Armstrecker! Man könnte (theoretisch) die Armbeuger maximal anspannen, aber nur dann, wenn der Armstrecker gleichzeitig das Gleiche täte, was den Ellenbogengelenkwinkel konstant halten würde. Das wäre dann ein isometrisches Training für die Armbeuger. Umgekehrt geht das aber nicht; denn der Armstrecker kann auf das Ellenbogengelenk ein wesentlich größeres Drehmoment ausüben, dem die Armbeuger nur wenig entgegensetzen könnten. Es gäbe somit nur eine geringe trainingswirksame Anstrengung für den Armstrecker. D.h.,- wie du selbst sagst – für den Armstrecker „… bringt es gar nichts …“! Und so wäre es in vielen anderen Gelenksystemen. Von systematischem Training also keine Spur!
  • Es gibt in denjenigen Hirnzentren, die den bewussten Anstoß zu einer muskulären Aktion bereitstellen, nicht den Befehl „rechte Armbeuger stark anspannen!“ Statt dessen versucht das Hirn, eine solche Situation herbeizuführen, die es schon mal bei einer anstrengenden realen Aufgabe der rechten Armbeuger erfahren hat. Versucht man es trotzdem, wird man feststellen, dass sich nicht nur die Armbeuger anspannen, sondern neben dem Gegenspieler der Armbeuger eine Vielzahl anderer Muskeln. Wie weit die Kontraktion auf den Armbeuger beschränkt bleibt, hängt stark von der Erfahrung des Einzelnen ab und es bleibt offen, ob die geplante Anstrengung tatsächlich vom Zielmuskel erbracht wird oder von irgendeinem anderen beteiligten Muskel. Dazu spielt der letzte Punkt noch eine Rolle:

  • Es gibt im Muskel keine Sensoren, die dem Bewusstsein mitteilen könnten, wie groß die relative oder absolute Spannung in einem bestimmten Muskel ist. Statt dessen wertet das Bewusstsein stets die Ergebnisse der motorischen Bemühungen aus und vergleicht sie mit früheren Bemühungen. Man hat somit keine Kontrollmöglichkeit, ob die absolute Belastung des Muskels für ein Trainingsziel hoch genug war.

  • Zusätzlich müsste noch über die Nachteile eines isometrischen Krafttrainings diskutiert werden.

Fazit: Zwar ist des Trainieren eines Muskels durch „reine Anspannung“ möglich, aber die Praktikabilität und Effektivität muss stark angezweifelt werden.

Hi,

nach meinem Wissensstand ist es sehr wohl möglich, Muskelzuwachs durch isometrische Kontraktion zu erzielen. Es gibt hierzu auch diverse Studien, wie z.B. Kanchisa et al. (2002), die eine Querschnittsvergrößerung von über 10 % nachweisen konnten. Ursächlich hierfür soll eine metabolische und endokrinische Reaktion sein. Voraussetzung ist natürlich, dass man auch hier die Kontraktionen mit der erforderlichen Intensität ausführt und nicht "mal kurz" den Bauch anspannt.

Wenn man aber nur isometrische Kontraktionen praktiziert, erfolgt der Muskelzuwachs sehr langsam und hört nach ca. 2 Monaten ganz auf. Man kann diese Art Krafttraining aber gut mit Hypertrophietraining kombinieren.

Gruß Blue

Es gibt Trainingsformen in denen nur mit eigener Muskelkontraktion gearbeitet wird. Neuland als solches ist dies nicht, Und man weiss auch das diese Form der passiven Trainingseinheit in gewisser Hinsicht die Muskulatur stärkt. Der Knackpunkt liegt im Bewegungsablauf und dem auf den Muskel wirkenden Widerstand. Der Muskel muß einem recht hohen Widerstand ausgesetzt werden um zum Volumenwachstum bzw. zu einer Kraftsteigerung angeregt zu werden. Das Überwinden dieses Widerstandes über das Zusatzgewicht kannst du mittels einer reinen Muskelkontraktion nicht 1:1 simulieren. Die Muskelkontraktion hinkt dem Kraftaufwand den du beim Bewegen eines hohen Gewichtes hast immer nach. Darüber hinaus hast du beim Gewicht immer die Möglichkeit einer Steigerung. Schaffst du mit dem Gewicht x 10 Wdhlg. und mit einem etwas höheren Gewicht nur noch 7 Wdhlg. so hast dem Muskel einen höherem Widerstand ausgesetzt. Ohne Gewicht kannst du den Muskel zwar anspannen. Mehr aber auch nicht. Du drehst dich hier irgendwann nur noch im Kreis.

NNormal für mich?

Servus Leute, vorab ich bin 16 und werde im November 17, ich wiege zurzeit 74,5 kg und muskulös gebaut. Ca. 5-8 Prozent Körperfett bin mir aber unsicher da ich das noch nie gemessen habe. ich betreibe seit ca. 5 Monaten intensives Kraftraining im Fitnessstudio und angefangen habe ich vor 2 Jahren mit meinem dad zu hause. Ich habe laut meinen freunden und Eltern sehr gute Erfolge und habe auch bisher noch keine Schäden erlitten oder ähnliches, das einzigste war Muskelkater aber das war's auch. Ich gehe jeden 2. Tag trainieren und mache einen 2er split wenn ich Oberkörper trainiere fang ich an mit Brust und mache jeweils 4 Übungen mit meinem maximal Gewicht was zwischen 40 und 50 kg liegt (Bankdrücken 50 kg und die weiteren 40-45 kg), dann gehe ich zu Schultern wo ich Schulterpresse mit jeweils 40 kg mache 3 Sätze 8-10 wdh, diese flys keine Ahnung wie die genau heißen mit 2 8 kg hanteln 8-10 wdh und 3 Sätze und zu letzt noch eine Schulter Übung wo ich die langhantel kurz vor grade nach oben drücke mit auch 30 kg. Dann gehe ich zu Nacken und mache die Standard nacken Übung wo man die hanteln einfach hoch zieht mit jeweils 60 kg und guter ausführung bevor jetzt welche kommen und sagen das es eh unsauber oder sonstiges ist aber egal. Desweiteren gehe ich dann rüber zum Rücken und mache 5 Übungen bzw. 3 Übungen und 2 für den unteren bzw. Das Kreutz. Ich mache dann latzug 52 kg 3 Sätze, 8-10 wdh, tbar rudern 3 Sätze mit 35 kg, Klimmzüge an der Maschine mit 95 kg, latziehen bzw. Normales latrudern glaube das heißt so mit auch 52 kg 3 Sätzen und 8-10 wdh. Als letztes mache ich noch die Übung wo ich mich auf ein Polster nach vorne lehne und wieder hoch gehe mit 10 kg Zusatz Gewicht auch für das Kreutz. Zu letzt habe ich mein heiß geliebtes arm Training was aus 3 bizeps bzw. 2 Bizeps und 1er unter arm Übung besteht wo ich aber auch Bizeps drin hab aber egal jetzt. Dort mache ich bizeps curls an dem seilzug mit 45 kg 10 wdh 3 Sätze, reverse Bizeps curls an der sz Stange mit 20 kg und normale kh bizeps curls mit jeweils 2x 20kg 8- 10 wdh pro arm. Und zu letzt mach ich noch 4 Trizeps Übungen was anfängt mit Trizeps drücken 32 kg am seilzug 3 Sätze 10 wdh dann die sogenannte "nose breaker" Übung auch 3 Sätze und 8-10 wdh mit auch 18,5 kg dann gehe ich zu Überkopf trizeps ziehen oder wie das heißt mit jeweils 23 kg auf beiden seiten (die Gewichte ändern sich aber je nachdem welches Gerät ich dafür nutze) und zu guter letzt noch 3 Sätze dips mit 8 kg Zusatzgewicht 8-10 wdh. So ist mein Oberkörper Training, mein Beintraining hab ich gut geplant nur bei meinem O.k. Training wollte ich mal eure Meinung dazu hören. Also wie gesagt ich habe wirklich gute Ergebnisse dadurch in 3 Monaten erzielt, trotzdem sagen manche das, dass übertrieben sei oder zu viel, aber ich gehe unglaublich gerne ins gym und lass meine Kraft raus so viel es geht. (Ich nutze kein Kreatin o.ä. nur das esn designer whey + ziemlich gute Ernährung).

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Könnte das auch mit einer schlechten Haltung zu/viel zu wenig Sport o.ä. zu tun haben?

LG

ballettmaus

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