Warum kein Alkohol nach Sport/Training

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3 Antworten

Erstmal muß fest gehalten werden das die Menge entscheidend ist. Und je mehr Alkohol zugeführt wird desto mehr muß der Körper arbeiten um den Alkoholgehalt abzubauen. Alkohol stellt für den Körper eine Art Giftstoff da. Die Leber und auch die Nieren sind nach dem Alkoholgenuß in hoher Aktivität um den Alkohol abzubauen bzw. dafür zu sorgen das der Körper entgiftet wird. Ist die Menge zu groß schafft der Körper dies irgendwann nicht mehr und es kommt zur bekannten Alkoholvergiftung. Aber von Solchen Mengen gehe ich jetzt im Bezug auf die Fragestellung natürlich nicht aus. Die erhöhte Aktivität von Niere und Leber zwecks Alkoholabbau blockiert schlicht und einfach die Stoffwechselverwertung anderer Nahrungsmittel und stellt darüber hinaus eine Belastung für den Körper da so das nach dem Training die wichtige Regnerationsphase negativ beeinflußt wird. Der Muskelaufbau stagniert deshalb aber nicht gleich, nur weil man am Abend nach einem Training vielleicht mal 1-2 Bier trinkt. Das sind Dinge die der Körper schon wegstecken kann. Werden die 1-2 Glas Bier aber zur täglichen Regelmäßigkeit, dann kann sich das auf Dauer gesehen schon negativ auswirken so das keine optimale Leistungsentfaltung bzw. Regenerationsphase gewährleistet ist. Für einen Leistungssportler ist der regelmäßige Alkoholgenuß von daher ein Tabu. Da Alkohol im Endeffekt ein Genußmittel ist welches nicht wirklich einen positiven Effekt hat oder zur Nahrungsmittelkette zählt kann bzw. würde ich als Sportler darauf verzichten.

Alkohol zerstört die Enzyme, die für die Regeneration und den Muskelaufbau verantwortlich sind. Deshalb sollte man vor allem in der Regenerationsphase, z.B. am Tag nach der Sporteinheit, möglichst keinen Alkohol trinken.

Dino111 19.09.2013, 12:47

normalerweise finde ich deine antworten immer spitze wurststurm- das ist aber wircklich großer schwachsinn !

für die regeneration sind v.a. enzyme wie die kreatinkinase ( reaktion von kreatin zu kreatinphosphat) und glyogensynthase im muskel wichtig. diese beiden haben bindestellen außerhalb ihrer subtratbindestelle für metaboliten des stoffwechsels, die als allosterischer effektor/inhibitor wirken. (z.b. wird kreatinkinase durch ihr endprodukt kreatinphosphat in einer negativen rückkoppelung gehemmt). für alkohol ist sowas nicht bekannt oder nachgewiesen.

vielmehr weist ethanol/alkohl eine OH- gruppe auf, die sehr reaktiv ist und auch häufig als hydroxylradikal auftritt. diese greift die doppelbindungen von ungesättigten fettsäuren an, es entsteht eine kettenreaktion, weil das entstande fettsäureradikal (peroxylradikal) kann ebenfalls fettsäuren oxidieren. ungesättigete fettsäuren sind ein sehr wichtiger bestandteil von allen biologischen membranen. somit werden durch alkohol die membranen im ganzen körper angegriffen. damit auch die von den muskelzellen, von den nervenzellen, von der leber usw. der körper ist also vielmehr dadurch geschwächt die radikale zu beseitigen (mit vitamin E als tocopherol und vitamin c als cofaktor- deshalb durchaus zu empfehlen diese beiden vitamine bei häufigem alkohlkonsum zu supplemieren) und sehr viel energie aufzuwenden für die neusynstehe der zerstörten membran

beispiel: für die synthse eines moleküls lecithin (das häufigste membranlipid) werden 4 energiereichte phopshatbindungen gespalten (ein molekül zucker bringt im anaeroben zuckerabbau z.b. nur 2 energiereichebindungen (atp) ) und 2 Coenzym-a bindungen die mit einer fettsäure verbunden sind. normalerweise kann eine spaltung einer coenzym-a-bindung- die synthese einer fettsäure katalysieren. diese fettsäure bringt in der oxidation eine energie von 106 ATP ! somit gehen für ein zerstörtes membranlipid 212 ATP + 4 atp verloren. ein molekül glucose bringt aber im aeroben abbau mit sauerstoff im citratzyklus nur 10 ATP ! man sieht also im vergleich den massiven energieverbauch des körpers um die zerstörten membranen durhc alkohol wieder aufzubauen

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Dino111 19.09.2013, 12:56
@Dino111

die genauen zahlen der ATP bindungen die gebildet und gespalten werden sind etwas anders. es ist etwas komplizierter: neben einer Co-enzym a bindung für eine fettsäure werden andere produkte benötigt die einem äquivalent von 140 ATP entsprechen. diese werden aber wieder wettgemacht, indem eine fettsäure aus 16 kohelnstoff atomen meist ein raktionyzklus von 8 oxidationen eingeht, bei der jede oxidation 12 atp wieder reinholt.

wenn man es biochemisch genau betrachten will ist die differenz zwischen atp-menge durch abbau von zucker und durch membransynthese sogar noch größer

oben war lediglich ein beispiel

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wurststurm 19.09.2013, 13:42
@Dino111

Vielen Dank, wieder was gelernt! [mein Statement hab ich von Thomas Wessinghage nach dem NY Marathon wo ich ihn gefragt hatte, ob eins, zwei Bier jetzt schaden können.]

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Alkohol hindert auf jeden Fall den Muskelaufbau.

Alkohol ist Gift für den Körper und er stellt den Prozess des Alkoholabbaus an erste Stelle. D.h. der Prozess des Muskelaufbaus muss erstmal warten, bis der Alkohol komplett aus dem Körper ist.

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