Warum kann man beim Tauchen eine Schallquelle nicht richtig orten?

2 Antworten

Hier ist es gut erklärt:

Schallwellen gehen von der Schallquelle, einem schwingenden Körper, aus. Der Schall pflanzt sich am schnellsten in einem wenig zusammendrückbaren Medium fort, denn gut mechanisch gekoppelte Moleküle übertragen die Stöße rascher. Aufgrund der Unterschiede in der Kompressibilität wird deshalb der Schall auch im Wasser schneller übertragen als in der Luft. Unter Wasser verändern sich alle Mechanismen der Schallübertragung. Das zeitliche Auflösungsvermögen durch beide Ohren ist nicht mehr gegeben. Aus diesem Grund kann der Taucher die Richtung einer Schallquelle unter Wasser nicht orten - ein gefährlicher Mangel, z.B. wenn Motorboote dort fahren, wo der Taucher auftauchen muß. Normalerweise kann Schall unter Wasser nur wirksam angewendet werden, um die Aufmerksamkeit anderer zu erregen. Da die Schalldämpfung (d.h. die Abschwächung mit zunehmender Entfernung) im Wasser viel geringer als in der Luft ist, kann auch die Entfernung einer Schallquelle nicht aus Überwasser-Erfahrung abgeleitet werden.

aus: http://www.tauchen-online.de/7-Hot/lex/x755/s.html

Besser als hier kann man es kaum erklären:

.

"Der Schall hat im Wasser eine andere Ausbreitungsgeschwindigkeit als in der Luft. Welche Auswirkungen hat dieses beim Tauchen?

Wie groß ist die Schallgeschwindigkeit im Wasser?

Über Wasser lässt sich die Richtung einer Schallquelle dadurch feststellen, dass jedes Ohr unabhängig vom anderen die Schallquelle wahrnimmt. Durch die zeitlich unterschiedlich auftreffenden Schallwellen kann die Richtung der Schallquelle festgestellt werden. Im Wasser ist die Schallgeschwindigkeit größer und deshalb die Zeitdifferenz des Auftreffens auf die beiden Ohren viel geringer, sodass das Richtungshören kaum möglich ist.

Die Schallgeschwindigkeit im Wasser ist ca. 1485 m/s, d.h. 4,5-mal schneller als in der Luft.

Im Wasser ist die Schallleitung erheblich besser als in der Luft. Die wahre Entfernung einer Geräuschquelle lässt sich daher nicht durch ihre Intensität abschätzen.

Die Schallortung ist unter Wasser schwierig, da im Wasser eine viel höhere Schallgeschwindigkeit als in der Luft vorherrscht.

Die Zeitdifferenz zwischen dem Auftreten des Schalls an den Ohren ist so gering, dass sie durch das Gehirn nicht mehr aufgelöst werden kann. Ferner überträgt sich der Schall im Wasser auf die Schädelknochen, sodass der Schall gleichzeitig an beide Ohren gelangt. Aus diesem Grund kann der Taucher die Richtung einer Schallquelle unter Wasser schwer orten. Dies ist ein gefährlicher Mangel und kann zu Problemen führen, z.B. in Gebieten mit Motorbootverkehr."

Quelle: http://www.tauchen24.info/CMS/index.php?page=560

Was möchtest Du wissen?